Themen: Party, Alkohol, Jugendliche
Kein Alkohol an Tankstellen?
Caritas fordert Verkaufsverbot.

Grund für diese Forderung sei, dass sich eine Vielzahl von Jugendlichen mit Hochprozentigem von der Tankstelle ins Koma trinken. Dabei würde der Alkohol nicht nur an Volljährige, sondern auch an Minderjährige verkauft. Um künftige Alkoholexzesse unter Jugendlichen zu verhindern, setzt sich die Caritas in einigen Bundesländern, wie Schleswig-Holstein und Niedersachsen, jetzt für ein flächendeckendes Verkaufsverbot von alkoholischen Getränken an Tankstellen ein.
Einige Drogenexperten gehen sogar noch weiter und fordern einen generellen Verkaufsstopp von Alkohol ab einer gewissen Uhrzeit. In Baden-Württemberg ist ein solches Gesetz bereits 2010 in Kraft getreten. Hier dürfen nur zwischen 22 und 5 Uhr noch Gaststätten Alkohol ausschenken. „Wir haben damit gute Erfahrungen gemacht, hätten allerdings aus fachlicher Sicht lieber ein Verbot ab 20 Uhr. Das war politisch aber bisher nicht durchsetzbar“, so Günter Loos aus dem baden-württembergischen Innenministerium gegenüber den „Kieler-Nachrichten“. Auch in Bayern herrscht bereits eine entsprechende Regelung.
Sollte sich die Caritas mit ihrer Forderung durchsetzen, so könnte es bald auch mit spontanen Partys vorbei sein. Denn wer bei seiner Feier Alkohol anbieten will, muss dann bereits vor Ladenschluss im Supermarkt gewesen sein, an der Tanke mal schnell „nachtanken" wird dann nicht mehr möglich sein.
Bilder: Flickr / Coppersmith ; sonjade








