Klogebühr an Schulen?

Schule verlangt Geld für VIP-Toiletten!

Klogebühr an Schulen?: Schule verlangt Geld für VIP-Toiletten!

Eigentlich sollten kostenlose Toiletten an Schulen Standard sein. Leider sieht die Realität anders aus. Zumindest in einer Bochumer Schule, die kürzlich die Geschäftsidee besaß neben der normalen Toilette eine mehrfach täglich gesäuberte Premiumtoilette einzuführen und dafür eine Klogebühr zu verlangen. Jetzt ernten sie dafür eine riesige Sauerei!

Um für Gleichberechtigung an Schulen zu sorgen, setzen sich sogar Spitzenpolitiker mit dem Thema auseinander. Handy-Verbot, Förderung von Mädchen und Jungen gleichermaßen, Integrationskurse bis hin zu Markenverboten an Schulen, um nur einige Maßnahmen zu nennen, die Schülern keinen Anlass zu Mobbing oder Deklassierung bieten sollen. Doch an der Maria-Sibylla-Merian-Gesamtschule in Bochum sieht man das anders.

Hier beschloss Schulleiter Martin Breuer gemeinsam mit Eltern, Schülervertetung und Lehrern das Premiumklo einzuführen. Wer auf der Gesamtschule auf die Toilette gehen will, habe laut Spiegel.de die Möglichkeit zwischen den herkömmlichen Schulklos und einer VIP-Toilette zu wählen. Zehn Euro kostet das extra saubere Erlebnis die Schüler pro Schulhalbjahr. Tolle Geschäftsidee und damit eine saubere Sache, dachte sich wohl die Schule.

Doch die Bezirksregierung machte den „VIP-Klos“ jetzt einen Strich durch die Rechnung: „Es ist nicht zulässig, dass die Premiumtoiletten nur einem Teil der Schüler zugänglich sind, auch, wenn normale Klos daneben stehen“, so Bezirksregierungssprecher Christian Chmel-Menges gegenüber Spiegel.de. Damit macht der Sprecher eines deutlich: Toiletten sollten nicht zu einer Zweiklassengesellschaft und einer Benachteiligung von Schülern führen.

Und mit dem Geschäftsmodell scheint die Schule in Bochum keinen schlechten Schnitt zu machen: Laut Bildungsportal gibt es an einer durchschnittlichen Gesamtschule 48 Klassen. Die durchschnittliche Anzahl an Schülern beträgt 27. Das macht 1.296 Schüler insgesamt. Würde nur die Hälfte davon halbjährlich Zehn Euro für die VIP-Toiletten bezahlen, würde die Schule 12.960 Euro im Jahr einnehmen. Da dürfte sich die Putzfrau über ein schönes Taschengeld freuen.

Das Thema rund um die Klogebühr löst derzeit hitzige Diskussionen aus. Auch weitere Schulen, wie in Südbaden und Bielefeld, kamen schon auf die Idee eine Klogebühr von ihren Schülern zu verlangen. In Solingen diskutiert man bereits seit 2009 über das Bezahlmodell der Schultoiletten. Wir finden, dass schreit nach einer riesigen Sauerei! Was meint ihr zur Klogebühr an Schulen?

Foto: Urinals in public toilet & Hand with banknotes via Shutterstock



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