Themen: BOSS, Hoss

Konzert-Review: The Boss Hoss - Low Voltage in Düsseldorf

Die große Best Of-Tour der umtriebigen Berliner Cowboys.

Und als nach der ersten Zugabe ein Großteil der sitzenden Zuschauer bereits das Weite suchten, durfte sich der hartnäckig nach einer weiteren Zugabe schreiende Kern über einen feinen musikalischen Nachschlag freuen. Yee Haw! 

Eine eher undankbare Aufgabe haben bei Konzerten meistens die Vorbands. Keiner will sie wirklich hören, freut man sich doch auf die eigentliche Band des Abends. Selbst diese doch eher negative Tatsache war bei The Boss Hoss anders. Anna F. passte perfekt ins Programm und brillierte mit einem sympathischen Auftritt, der sich sehen und hören lassen konnte. Vor ihrem Gig soll im Backstage Bereich noch ein Jam Session-Video mit The Boss Hoss entstanden sein, dass sie bald auf ihrem Facebook-Profil veröffentlicht. Bisher ist leider noch nichts zu sehen, aber was nicht ist, kann ja noch werden.

Seit fünf Jahren begeistern The Boss Hoss jetzt schon eine stetig wachsende Fangemeinde. Besonders ihre Konzerte sind mittlerweile legendär, die berühmt-berüchtigten Bühnenexzesse Kult. Zu ihrem kleinen Jubiläum haben sich The Boss Hoss ein ganz besonderes Geschenk für ihre Fans einfallen lassen: die Low Voltage Tour, das Beste von The BossHoss in einer großen Produktion mit Bläsern und Streichern.Die neun Cowboys, die nach eigenen Angaben ja direkt aus Berlin, Mississippi stammen, brachten selbst die ehrwürdigen Gemäuer der Düsseldorfer Philipshalle im altbewährten The Boss Hoss-Stil zum sinnbildlichen Galoppieren. Yee Haw! Apropos: Auf ihren gleichnamigen Hit musste man lange warten, den spielten sie leider nicht. Dafür fegten aber echte The Boss Hoss-Klassiker wie „Go! Go! Go!“ oder „I Say A Little Prayer” wie Präriewind über die Bühne, einfach unbeschreiblich diese Songs endlich live erleben zu dürfen. Und auch das Zusammenspiel mit den Bläsern und Streichern verlieh den einzelnen Tracks eine fetzige Dynamik. Grandios!

Mit einer geballten Power und einer unnachahmlichen Bühnenpräsenz sorgten die beiden Sänger Boss Burns (Alec Völkel) und Hoss Power (Sascha Vollmer) mit ihren Jungs für ekstatische Momente in der sonst eigentlich so gediegenen Konzerthalle. Kein Wunder, dass trotz großräumig angekündigtem Rauchverbot schon nach einigen Minuten die ersten Zigaretten in der feiernden Menge glimmten. Bei The Boss Hoss ist eben alles anders. Anders war an diesem Abend übrigens auch das Bühnengetränk der Cowboys. War es doch sonst immer Bier, das sie während ihrer Gigs liebevoll an ihrem Gitarrenständer befestigten, stieg man nun - zumindest zu Konzertbeginn - auf Wein um. Jahreszeitbedingt? Oder war es vielleicht doch die Anwesenheit der Bläser und Streicher, die The Boss Hoss ein Stück weit in die gesittete Richtung drängten, zumindest kulinarisch? Dennoch wirkte selbst der Weinschwenker bei The Boss Hoss irgendwie Saloon-mäßig, sexy verrucht eben.

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