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Kopfhörer-Implantat

Mann wird zum Cyborg.

Der Amerikaner Richard Lee hat sich Kopfhörer direkt ins Ohr einpflanzen lassen, unter anderem auch, um seinen drohenden Sehverlust auszugleichen. Gute Idee oder völliger Schwachsinn?

Nach seinem Termin im Piercingstudio ziert kein Körperschmuck sein Ohr, sondern Richard Lee hat sich quais zum Cyborg machen lassen, einem Menschen, der seinen Körper durch Technik verbessern will. In Lees Ohr befindet sich nun ein Magnet, der es ihm erlaubt, mithilfe einer kleinen Spule, die er an einer Kette unter seinem T-Shirt trägt, kabellos Tonsignale zu empfangen. 


Wie praktisch, nie wieder lästiger Kabelsalat am MP3-Player oder vergessene Kopfhörer, mag manch einer denken. Doch dass der Amerikaner sich dem Eingriff unterzogen hat, hat wohl ernstere Hintergründe: Lee droht zu erblinden. Durch den eingepflanzten Tonempfänger will er per Signal vor entgegenkommenden Menschen oder Hindernissen gewarnt werden. Ähnlich einer menschlichen Fledermaus oder einer automatischen Einparkhilfe.
 
Ein weiterer Magnet befindet sich am Finger des Mannes. Steckt er diesen in sein Ohr, wird die Fingerspitze zum Lautsprecher. Wenn das mal kein hippes Party-Gadget ist! Würde man Richtmikrophone anschließen, könnte der Amerikaner auch weit entfernte Gespräche belauschen. Wollen wir nur hoffen, dass die Amerikaner auf diesem Wege sich nicht in einen neuen Spionageskandal verwickeln.

Statt zu spionieren will Lee jedoch etwas für das Allgemeinwohl tun. Dank Verstärker, so glaubt er, könne er auch Radioaktivität wahrnehmen und so potenzielle Gefahr durch Strahlung erkennen.

Ein implantierter Kopfhörer – Geniestreich oder einfach nur verrückt?


Bildquelle: flickr.com / jbelluch

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