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Krass: Aus diesem Grund ziehen Lehrerinnen auf Instagram blank
Die Bilder können sich sehen lassen.

Lehrer sollen natürlich in erster Linie Vorbilder sein und ihren Schülern den Unterschied zwischen Richtig und Falsch beibringen. Und zwar auch wenn es um Kleidung geht. Aber auch sie haben das Recht auf ein Privatleben und sollten in ihrer Freizeit einfach mal Menschen sein dürfen. Doch eine Schule in Russland scheint das ganz anders zu sehen und hat eine Lehrerin jetzt gefeuert, weil sie ein zu kurzes Kleid trug.
Es klingt fast unvorstellbar, ist aber tatsächlich genauso passiert: Die 38-jährige Tatiana Kuvshinnikova aus dem sibirischen Ort Barnaul wurde zur Kündigung gezwungen, nachdem sie ein Bild von sich online postete. Darauf zu sehen ist sie in einem recht knappen Outfit bei einer Sportveranstaltung. Und genau dieses Foto hatte der Direktorin der Schule nun den Rest gegeben. Ein kurzes, enganliegendes Paillettenkleid und dazu Highheels waren offenbar zu viel für die Schule. Zuvor hatte die Pädagogin, die in ihrer Freizeit Eisschwimmen betreibt, auch schon Bilder von sich im Badeanzug gepostet.
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Eltern hatten sich bei der Schulleitung beschwert und das Verhalten der Lehrerin mit dem einer Prostituierten verglichen. Doch dann kam alles ganz anders: Immer mehr Menschen stellen sich in den sozialen Medien hinter die Geschädigte und posteten Bilder in Unterwäsche und Bade-Bekleidung. „Das ist Mobbing. Die ewige Debatte darüber, ob ein Lehrer ein guter Mensch sein muss, hat sämtliche Grenzen überschritten“, beschwerte sich eine Lehrerin auf Instagram. „Wir haben das Recht auf ein Privatleben, auf Badeanzüge, Piercings und Tätowierungen“, erklärt sie weiter. Immer mehr Unterstützung findet die Debatte unter dem Motto „Lehrer sind auch Menschen“.
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Diese Welle der Solidatität brachte immer mehr Männer und Frauen dazu, sich so zu zeigen, wie sie in ihrer Freizeit bzw. nach Unterrichtsschluss gekleidet sind. Nämich so wie jeder andere auch und das sogar mit Erfolg: Der Lehrerin wurde ihr alter Job wieder angeboten. Doch sie lehnte ab. Und auch ein weiteres Stellenangebot vom örtlichen Bildungsminister habe die ehemalige Lehrerin ausgeschlagen. Dieser wollte sie einstellten, damit sie Kolleginnen und Kollegen den „sicheren Umgang“ in den sozialen Netzwerken beibringen kann, wie auch woman.at berichtet. Was genau damit gemeint ist, können wir auch nicht sagen. Aber fest steht, dass dies auch ein Schlag in ihre Richtung und damit völlig inakzeptabel ist.

Foto via Tatjana Kuwschinnikowa/vk.com
Foto: Sergey Chumakov/Shutterstock








