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Krasses DJ-Interview: Facebook und Co machen uns kaputt
Ricardo Villalobos im Interview mit Faze.

Über dieses Interview kann man nicht einfach hinweglesen. Auf Faze macht Ausnahme-DJ Ricardo Villalobos seinem Ärger über die sozialen Netzwerke Luft: „Es ist so, als würdest du einen riesigen Big Brother in dein Haus lassen, der dann mit deiner Frau schlafen kann“. Mit seinem Statement setzt Villalobos ein Zeichen und regt eine hitzige Diskussion an.
Episch, versponnen, polarisierend. So beschreibt das Fazemag die außergewöhnliche Musik des talentierten DJs und Wahlberliners Ricardo Villalobos. Dass hinter der außergewöhnlichen elektronischen Musik auch ein außergewöhnlicher Mensch steckt, der mit seinen Aussagen zum Nachdenken anregt, beweist das aktuelle Interview mit dem Fazemag.
Wo andere DJs in die Selbstdarstellungen und Profilierungen in den sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter und Instagram einen enormen Zeitaufwand investieren, lehnt sich Ricardo Villalobos entspannt zurück und hält sich vor allem raus, wenn es um die Präsenz im Web 2.0 geht. Hinter seiner Zurückhaltung steckt nicht nur, dass sich eine gute Party nach seiner Intention und Erfahrung von ganz alleine promote, sondern auch die Gefahren, die für ihn hinter dem offenen Umgang mit dem Internet lauern.
Es sind vor allem Erfahrungen wie die eines Freundes, die ihm wohl gezeigt haben, dass jeder am Rad des Spionagesystems Facebook mitdreht, der sich darin bewegt. In seinen Augen passiere genau das, wovor George Orwell in seiner Literatur warnte: Infiltrierung und Überwachung der Menschheit. Mit den Worten von Villalobos gegenüber Faze: „Facebook und Twitter machen unsere Kultur kaputt."
Aus diesem Grund will Villalobos anders sein. Und er schafft es auch! So plädiert er im Interview gegenüber Faze für mehr Zwischenmenschlichkeit, weniger viralen Umtrieb, mehr Bodenständigkeit und Vinyl, um kleinere Plattenläden zu unterstützen. Der Rest komme seiner Meinung nach von ganz alleine. Denn für eine gute Party brauche es keine Promotion: „Eine gute Party promotet sich selbst.“„Wer mit Promotion anfängt, der ist schon am Anfang vom Ende." Wie seht ihr das? Ist Promotion wirklich der Anfang vom Ende und geht eine gute Party eher durch den Mund als über die Timeline?
Das komplette Interview findet ihr hier!
Foto: Hans Venemann via FLickr








