Themen: Joe, Kruse, Laptop, Ratio, DS

Laptopbattle Review

Nach der Siegerehrung, bei der die Erstplatzierten mit Equipment überhäuft wurden, wurde zu den DJ-Sets von Jury Mitglied Matthias Kaden und Onur Özer im Rahmen der Vakant Labelnacht noch kräftig abgerockt und diskutiert. Einig waren sich wohl alle - das war ganz großes Kino und man darf sich schon auf den 3rd Munich Laptop Battle im nächsten Jahr freuen.
 
Wer mehr zum 2nd Munich Laptop Battle, den Laptop-Artists sowie den Veranstaltern Christian Seidl und Stefan Klaffke erfahren möchte, dem sei folgende Homepage ans Herz gelegt: www.laptopbattle.de
 
Fotolink: 2nd Munich Laptopbattle
Fotolink: Vakant Labelnacht

Im Finale standen sich somit Favoriten-Schreck The Ratio und Kruse_H, der mit einem blauen Auge das Halbfinale überstand, gegenüber. Für das Publikum schien die Sache klar und The Ratio begann auch, wie zu erwartent, mit einem Electro-Set, dass sofort in die Beine ging. Die Crowd hatte er somit vom ersten Ton an auf seiner Seite, dabei kamen aber einige Soundspuren nicht ganz so klar, wie in den Vorrunden.
 
Dennoch der Sieger stand für viele bereits fest als Kruse_H an seinen Laptop trat, um sein finales Set zum Besten zugeben. Mit einer langsamen monotonen Bassdrum zu Beginn sorgte er für genügend Abstand zum treibenden Elektro-Sets seines Vorgängers. Ein kluger Schachzug, denn als Kruse_H dann seine langezogenen flashigen Synthieklänge live auf seiner Klaviertastatur einspielte war das Publikum wie gebannt. Es wurde nicht gerockt, wie bei dem Set von The Ratio, aber jeder der Anwesenden war sofort fasziniert, gerade zu hypnotisiert. Gekonnt setzte er Tempowechsel ein, griff die Synthiesounds wieder auf und gab somit seiner Live-Performance eine unglaubliche Dramaturgie. Die Jury war sich einig, drei Stimmen für Kruse_H und somit Platz 1. Was für ein Finale! Denn auch The Ratio hätte  trotz der klaren Juryentscheidung insgesamt gesehen ebenfalls den Sieg verdient.
Die zweite Runde gestaltete sich dann wie folgt: Flea vs. The Ratio und Joe DS vs. Kruse_H. Bei dem ersten Halbfinale konnte sich Flea mit seinen extrem sauberen Tech-House-Sounds gegen das vielseitige Elektro-Set von The Ratio nicht durchsetzen. Und schon wieder musste ein weiterer Favorit seine Laptop-Tasche packen. Im zweiten Halbfinale trat Joe DS mit fiesem Break-Core gegen den Electro-Popper Kruse_H an. 
 
Keine leichte Entscheidung für die Jury, denn diese beiden unterschiedlichen Musikrichtungen zu bewerten gestaltete sich als äußerst schwierig. Zudem war das Set von Kruse_H nicht ganz so perfekt, wie in der ersten Runde. Obwohl die Jurymitglieder zu Joe DS tendierte, war man sich uneinig, hatte doch Kruse_H in der ersten Runde eine weltklasse Leistung abgeliefert. Den Einzug in das Finale zwischen den beiden Kontrahenten musste somit das Publikum entscheiden. Hier hatte Joe DS im Harry Klein natürlich klar das nachsehen, denn das Publikum wollte einfach Elektro und war für den Sound von Joe DS nur schwer zu begeistern.  Die Jury hingegen war von Joe DS´s Können so überzeugt, dass sie ihn einstimmig zum dritten Sieger ernannte. Platz 3 - Ein riesen Erfolg für den Break-Core-Artist mit der Totenkopf-Maske.
An den Start gingen Dieter Fröbe (Orange Soundstudios), Flea (Prinzip Club), Fracx (Square Productions), Joe DS (deathsitcom), Kruse_H (aka Karl Stahl / BeatSchaukel), Sascha Günay (Plan Electrique), The Ratio (Electronic Feeling) und Kabelton. Durch den Abend führte Stefan Klaffke. 
 
Die Jury bestehend aus Hans Platzgumer, Mathias Kaden und Bene Wießmeier hatte es nicht leicht, denn die musikalische Level war bei allen digitalen Gladiatoren extrem hoch. Und so begann das Favoritensterben bereits in der ersten Runde, als The Ratio den vorjahrs Drittplatzierten Sascha Günay aus dem Wettbewerb warf. Tragisch auch das Duell der beiden Freunde Kruse_H und Dieter Fröbe, dass Kruse_H überraschend klar für sich entschied.

 

Am 23.09.06 fand im Harry Klein der 2nd Munich Laptop Battle statt. Acht Gegner. Ein Sieger. Digitaler Poetry Slam. Frei Improvisation war angesagt... Durch alle Musikrichtungen, von Techno über Electropunk, Dub, Ambient oder Break-Crew. In drei Runden traten die Kontrahenten gegeneinander an, die in erster Linie nach Einfallsreichtum, Flow und Performence bewertet wurden. Neben Ruhm und Ehre winkten wertvolle Preise gesponsert von der Zeitschrift Keys, Native Instruments und Ableton.

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