Themen: Drogen, Legal Highs, Krass
Legal Highs bald verboten?
Bundesregierung will Verbreitung und Konsum unter Strafe stellen.

Sie bezeichnen sich als Kräuter- oder Räuchermischungen - „Research Chemicals und Badesalze". Dahinter stecken aber nicht etwa ein harmloses Entspannungsbad oder ein beruhigender Tee, sondern gefährliche Designer-Drogen. Bisher fielen die Legal Highs nicht unter das Betäubungsmittelgesetz und waren im Internet frei erhältlich und verkäuflich. Doch nun will die Bundestag ein Gesetz auf den Weg bringen, das Konsum und Handel von Legal Highs unter Strafe setzt.
Der Umgang mit Legal Highs war für die Regierung bisher mehr als kompliziert. Zwar sind die Grundsubstanzen von Badesalz und Co. längst bekannt und verboten, doch die Hersteller lassen sich immer wieder neue Abwandlungen der chemischen Formeln einfallen, die die Gesetze umgehen. Somit lassen sich die Designer-Drogen noch schwerer verbieten. Von den Gefahren ganz zu schweigen.
Am vergangenen Freitag wurden erneut 32 neue psychoaktive Substanzen mit der inzwischen 28. Verordnung zur Änderung betäubungsmittelrechtlicher Vorschriften verboten. Damit ist der Konsum vieler Badesalze und Kräutermischungen ab sofort strafbar. Doch in der Zeit, die von Bund und Ländern gebraucht wurde, um diese 32 neuen Stoffe zu verbieten, wurden längst neue chemische Formeln entwickelt, um sie weiterhin als Legal Highs zu verkaufen.
Diesem unendlich scheinenden Rattenschwanz soll nun ein Ende gesetzt werden. Deshalb arbeite man gezielt an einem Gesetzesentwurf, der jeglichen Konsum und den Handel mit den sogenannten Legal Highs verbieten und unter Strafe stellen soll. Damit würde sich die Bundesregierung das Verbieten neuer Stoffe ersparen. Wann das generelle Verbot in Kraft treten wird, ist allerdings noch nicht bekannt.
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