Themen: Festival, Love Family Park

Love Family Park verboten!

Das Aus fürs Techno-Festival?

Wie der Hanauer Oberbürgermeister Claus Kaminsky am Montag bekannt gab, hat das Regierungspräsidium in Darmstadt ein weiteres Ausrichten des Love Family Parks auf den Mainwiesen in Hanau verboten. Das berichtet die FAZ.

Schon in diesem Jahr mussten die Veranstalter cosmopop um die Bewilligung zittern (wir berichteten). Doch der Love Family Park zeigte sich trotz aller Startschwierigkeiten besser denn je, war er immerhin mit 20.000 Liebes-Ravern restlos ausverkauft. „Hier geht die hessiche Loveparade ab“, sagte Sven Väth. Auch die Besucher waren vom Techno-Festival am Mainufer begeistert: „Es war echt Mega und noch dazu das Line Up, einfach herrlich. So müssen Open-Airs sein", findet ein Facebook-Nutzer. „Danke für diesen atemberaubenden Tag! Danke Sven Väth, dass du diesen Tag so ober krass ausklingen hast lassen! Es war ober geiles Wetter! Klasse Leute! Obergeiler Tag!!“, schreibt eine andere.

 
Jetzt soll Schluss sein mit Techno-Klängen auf den Mainwiesen. Der Grund: Nach Ansicht der Naturschutzbehörde im Regierungspräsidium habe der Schutz der Auwiesen mit seltenen Tier- und Pflanzenarten Vorrang vor dem Musikfestival. Genau heißt es in dem Schreiben, das Landschaftsschutzgebiet diene dazu, die für das Ufergebiet typische Auenlandschaft zu erhalten. 
 
Oberbürgermeister Kaminsky ist empört, er verstehe diese Entscheidung nicht, auch die Grünen, eine breite Mehrheit der Stadtverordneten und Bürger hätten sich für den Erhalt des Love Family Parks ausgesprochen. Immerhin zeige doch die Tatsache, dass auch nach elf Jahren Love Family Park immer noch schützenswerte Arten in den Auwiesen zu finden seien, dass das Festival der Natur nicht im geringsten geschadet hat. Der LFP sei außerdem eine „imageträchtige Veranstaltung“, die die Stadt Hanau bekannt mache, bis weit über ihre Grenzen hinaus. Es sei zudem nicht korrekt, dass das Festival „nur einen begrenzten Adressatenkreis“ anspreche und „nicht wesentlich zur Verbesserung der Wirtschaftskraft“ beitragen würde, wie vom Regierungspräsidium behauptet. Immerhin kommen die Raver aus ganz Europa, wie den Niederlanden, Italien oder aus der Schweiz.
 
Kaminsky wolle sich nun bei der Landesregierung für den Erhalt des Love Family Park einsetzen und versuchen, diese Entscheidung rückgängig zu machen. Wir drücken die Daumen. Ansonsten heißt es: Sachen packen, neue Location findet. Denn diese Liebe vergeht nicht.

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