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McDonalds arbeitet an Bestell-App

Wird die Fast-Food-Kette jetzt zum Lieferdienst?

McDonalds scheint langsam in der Online-Welt angekommen zu sein und arbeitet an einem Programm, das Bestellungen per App und Online-Formular möglich machen soll. Da bekommt man doch direkt Hunger oder nicht?

1.415 eigene Restaurants bundesweit, 274 Franchise-Nehmer und rund 64.000 Mitarbeiter, aber noch keinen eigenen Lieferdienst. Seit 1940 zählt McDonalds in Deutschland zum festen Fastfood-Bestandteil. Doch seitdem Vegetarismus und Veganismus auf dem Vormarsch sind, hat das Unternehmen mit Umsatzeinbußen zu kämpfen. Die Konkurrenz macht es den Hobbyköchen einfach und liefert direkt bis auf das Sofa zu Hause. Ein Lieferdienst von McDonalds war bislang nur eine Wunschvorstellung.

Um das Geschäft mit den Burgern weiter anzukurbeln, arbeitet der Konzern unter anderem an einem Online-Bestellsystem via App und Computer: „Immer mehr Gäste wollen heute per App oder Online bestellen und ihr Essen abholen, ohne sich an der Kasse anzustellen. Wir haben in unseren knapp 1.500 Restaurants die nötige Software installiert und in über 100 Filialen haben wir auch die Küchen entsprechend umgerüstet. Restaurants, die neu eröffnen, sind schon vorbereitet. Aber starten würden wir nur bundesweit und das wird nicht vor 2016 sein“, so McDonalds Deutschland-Chef Holger Beeck gegenüber dem Tagesspiegel.

Heißt im Klartext, dass es die Burger vorerst nicht bis nach Hause geliefert gibt! Nach Aussagen von Beeck ist das System nämlich dazu gedacht, die langen Warteschlagen in den McDonalds Restaurants zu vermeiden. Der Kunde soll demnach online sein Menü bestellen, muss sich aber nicht anstellen, um auf sein Essen zu warten. Der Weg vor die Haustür bleibt Fastfood-Fans vorerst also nicht erspart. „Wir testen Lieferdienste in Osnabrück und in Wien. Wir sehen, dass Lieferdienste deutschlandweit wachsen und die Menschen diesen Service wollen. Aber bevor wir einsteigen, müssen wir wissen, dass es sich für uns rechnet“, so Beeck.

Weitere Veränderungen soll es außerdem im Sortiment und bei den Preisen geben. So überlegen die Verantwortlichen, ob es nicht Zeit für einen Gourmet-Burger ist, der aber preislich über dem BigMac liegt. Na dann mal guten Appetit. Und jetzt mal ernsthaft: Wie realistisch ist es, dass man sein Essen in einem Schnellrestaurant vorab bestellt?

Foto: bri via Flickr

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