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MDMA bald legal?

EDM-Droge auf Rezept.

MDMA, auch Molly genannt, ist wortwörtlich in vielerlei Munde derzeit. Die Meldungen von Unfällen und sogar Toten nach dem Konsum häufen sich, vor allem in den USA, wo EDM derzeit extrem gehypet wird und der Konsum stark zugenommen hat. Trotz der vielen Risiken, die MDMA birgt - Dehydration, starke Hunger- und Schmerzempfindungsreduktion - wird jetzt gefordert, die Droge zu legalisieren. Das hat natürlich auch einen Grund.

Bei dieser Meldung könnte man fast meinen, die fordernden Menschen seien selbst auf Droge. Aber so ist es in der Tat nicht: Legal ist hierbei nicht im Sinne freien Konsums zu verstehen, sondern in Form eines verschreibungspflichtigen Medikaments. Dabei ist MDMA bekanntlich der reine Wirkstoff in Ecstasy - und der verursacht Glücksgefühle. Wofür könnte man nun also MDMA medizinisch nutzen? Ganz klar: für die Psychotherapie. 
 
Die „Multidisciplinary Association for Psychedelic Studies“ verbreitete ihre Studie derzeit in einer Fragerunde auf der Internetseite „reddit.com“. Laut MAPS Director of Clinical Research, Amy Emerson, befinden sich die Forschungen gerade in Phase zwei. Zwischen 2016 und 2020 seien noch zwei weitere Phasen geplant, die schließlich Sicherheit und Effizienz der Droge testen würden. Wenn dann alles positiv verläuft, könnte der Sponsor der Studie einen Antrag an die Federal Drug Agency und European Medicines Agency stellen. MDMA könnte unter Umständen ab 2021 als Medikament auf den Markt kommen.
 
Dann könnte Omi ihre Pillen sonntagsmorgens vorm Club verticken. Scherz beiseite.

Foto: sensual female mouth in close-up portrait with coloured pill via Shutterstock

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