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Miss Germany 2007

Und nun erkennen wir die zuvor in Frage gestellte Berechtigung. Denn die Jury- Mitglieder sind in einem Metier tätig, in dem vielleicht nicht gerade makellose Schönheit wichtig ist, dafür aber Leistungsdruck, Bodenhaftung, Flexibilität, Kommunikativität und ein souveräner Umgang mit der Tatsache, Person des öffentlichen Lebens zu sein. Wir sehen: eine geradezu seriöse Jury. Diesen machen nicht alle Jurys dieser Tage.
 
Miss Germany sein ist wahrlich ein Vollzeitjob. Die MGC plant für die Miss Germany satte 120 Termine pro Jahr. Für die amtierende Miss Germany heißt das: Sie muss den ausgeübten Beruf über Bord werfen, Pflegschaften zu Familie und Freunde in den Hintergrund stellen und nicht zuletzt Privatgut verbannen. Aber im Hinblick darauf, den Status als „schönste Frau Deutschlands“ genießen zu dürfen, nehmen diejenigen, die es bis hierher geschafft haben, sicher gerne in Kauf.

Wann und wo immer sie auftaucht, die Miss Germany, ist sie im Zentrum der Aufmerksamkeit und weit mehr als die bloße Verkörperung eines Schönheitsideals. Schönheit ist Teil ihres Berufes. Aber nur einer. Und weil sie eine Persönlichkeit sein soll, die Miss Germany 2007, braucht es eine Jury aus Persönlichkeiten.

Alle Bilder vom Miss Germany warm-up in El Gouna findet ihr hier!

Text: Hafssa Kallat Eine Woche vor der alles entscheidenden Wahl fliegen die Kandidatinnen für eine Woche ins Miss Germany Vorbereitungscamp nach Ägypten, El Gouna. In ein straffes Zeitraster eingebunden, erwarten die Missen unzählige Aktionen wie Foto-Shooting, TV- und Video- Aufnahmen und Modeschauen. Diese sollen sie auf das Miss Germany-Finale vorbereiten. Und auch auf das möglicherweise bevorstehende Leben als Miss Germany.

Neben einem tollen Lächeln, gesundem Haar und einer makellosen Figur sollen sie aber auch mitbringen: Belastbarkeit und Disziplin. Die Kraft dem herrschenden Leistungsdruck standzuhalten, und das in einem denkbar knappen Zeitraum. Als Gewinnerin nicht an Bodenhaftung zu verlieren, die Flexibilität aufzuweisen, sich in einer fremden Umgebung schnell einzuleben. Mit der Medienwelt kommunizieren zu können. Dazu gehört zum Beispiel, mit der Kamera spielend umgehen zu können. Und bei all diesen Anforderungen bloß das strahlende Lächeln einer Miss Germany nicht vergessen. Denn das macht doch allen Spaß!
Erst müssen sich die Kandidatinnen jedoch dem prüfenden Blick der Jury und des Publikums ausliefern. In einem Kurzinterview stellen sie sich vor. Anschließend folgt die Präsentation in der Palm Beach-Bademode. Dann kommt die Auswertung der Jury und des Publikums.
Die Jury: Dieses Jahr starbesetzt mit Arthur Abraham, Prof. Dr. Werner Mang, Uli Stein und Fredi Bobic, Claudia Kohde-Kilsch, Urs Meier, Prof. Dr. Gerd Schwandner… aber Moment mal! Merkt ihr was? Ein Boxweltmeister? Zwei Ex-Fußballprofis? Ein Ex-Tennisprofi? Ein ehemaliger FIFA-Schiedsrichter? Und nicht zu vergessen, der ehrenwerte Oberbürgermeister von Oldenburg als Schirmherr. Alle Beteiligten freuen sich über ihr Erscheinen. Dennoch Mut zur Frage: Was haben diese Persönlichkeiten bitte schön mit Schönheit zu tun? Und, was berechtigt grade sie dazu, einen solchen Titel wie die Miss Germany zu vergeben? Diese Fragen leiten uns weiter zu der Behauptung, dass es vielleicht doch nicht reicht, nur schön zu sein.


Die offizielle Wahl zur Miss Germany 2007 findet statt und wir stellen uns die Frage: Muss eine Miss Germany wirklich nur schön sein? Wer die Bezeichnung erhält, das entscheidet die Jury am 10. Februar im Europa Park Rust. Potenzial, die heiß begehrte Krone zu erhalten, haben im Grunde alle 22 End-Finalistinnen. Oder? Hübsch sind sie doch schließlich alle.

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