Thema: virtualnights
Monrose im virtualnights-Interview
Senna, Bahar und Mandy über peinliche Momente und mehr.

Monrose: Gesund bleiben, viele Auftritte, das unser Album „I Am“ sich gut platziert. Natürlich weiter Musik machen und dass das nächste Jahr ein Bomben-Jahr wird. An Silvester hätten wir gerne wieder einen krassen Auftritt, Brandenburger Tor wäre z.B. wieder total angesagt! Berlin wäre einfach klasse!
Würdet Ihr Silvester nicht auch gerne mal wieder mit euren Freunden verbringen?
Senna: Willst du mich verarschen? Wenn ich 15.000 Euro für einen Auftritt bekomme, dann verbringe ich ihn auf der Bühne! Ich feiere sonst sowieso kein Silvester. Ich finde es ist alles für den Arsch, denn alle besaufen sich und sind so glücklich an diesem einen Tag, dabei sind sie im nächsten Jahr doch genau so scheiße wie im Vorjahr. Weißt Du was ich meine?! Aber an dem Tag auf der Bühne zu stehen finde ich richtig geil – bei unserem Silvester-Auftritt letztes Jahr vor dem Brandenburger Tor habe ich so eine Energie in dem Moment gespürt! Es war einfach geil mit einer Million Menschen denselben Moment zu teilen. Danach kann man immer noch zu Hause anrufen und sagen: Was geht ab, alles klar und alles Gute zu Silvester“.
Bahar: Ich hätte schon gerne meine Freunde und Familie dabei, aber wenn es nicht geht, dann geht es halt nicht. Ich bin da jetzt nicht so, dass ich meine Engsten unbedingt beim reinfeiern dabei haben muss, denn wenn ich dann am nächsten Tag nach Hause fahre, kann ich immer noch mit denen feiern. In der Öffentlichkeit, in der wir im Moment stehen, können wir auch nicht mehr so auf eine tolle Party gehen wie früher.
Senna: Bahar, es gibt keine guten Partys! Die Eintritte sind überteuert - 50 Euro Eintritt bezahlst du inzwischen für einen hässlichen Club und ein Getränk kostet 10 Euro, das geht mal gar nicht! Was ist das?! - Abzockerei!
Fotos: Martin Nowara
Interview: Martin Nowara
www.martin-nowara.de
Zum Thema „Illegale Musik-Downloads aus dem Internet“. Viele laden bereits illegal Musik aus dem Netz und es kommen immer wieder neue hinzu. Wie schützt Ihr Euch gegen Raubkopierer? Habt Ihr da auch eine besondere Vorgehensweise, wie z.B. Bushido, der jeden Monat mehrere Mahnungen an Leute verschickt, die seine Musik illegal downloaden?
Senna: Da kann man sich gar nicht vor schützen. Wenn Bushido viel Zeit hat, dann ist es okay – ich glaube ich habe die Zeit nicht dafür um alles zu kontrollieren. Er macht es dann aber genau richtig! Ich vertraue da eher auf meine Fanbase. Wer Raubkopien macht oder herunterlädt, der tut es einfach, aber ich finde es richtig scheiße, weil das auch mein Brot ist was ich da verdiene und durch solche Leute werde ich irgendwann noch arbeitslos - das kann selbst passieren wenn die Gruppe gut ist! Da sollte man sich echt an den Kopf greifen! Wenn ich jemals jemanden erwischen sollte, der würde dann richtig großen Ärger bekommen! Auch wenn ich früher weniger verdient habe, habe ich mir nie irgendwie etwas illegal gedownloadet, sondern habe mir einfach das Album oder die Single gekauft.
Ende Oktober war Halloween. Seid Ihr auch Horror-Fans? Schließlich gibt es auch viele Frauen, die kaum oder gar keine Horrorfilme mögen.
Mandy: Ich mag Horrorfilme sehr gerne, ich muss immer nur wissen dass auch jemand bei mir schläft oder ich bei den Mädels dann an der Tür klopfen kann, denn alleine kriege ich das nicht gebacken. Ich komme damit nicht klar, dann kommen irgendwelche Vorstellungen, dass z.B. jemand in mein Zimmer läuft.
Bahar: Mir geht es auch so nach einem Horrorfilm - gerade wenn ich alleine im Haus oder bei uns in der Wohnung bin, muss ich danach immer kontrollieren ob alle Fenster geschlossen sind. Da werde ich dann ganz komisch, weil ich einfach Angst bekomme. Einmal waren wir zu viert im Kino (unsere Managerin mit uns), das war auch das erste und letzte Mal dass wir zusammen im Kino waren und da hatte ich im Film „Der Fluch der Betsy Bell“ solch krasse Angst! Wir hatten uns irgendwann an der schlimmsten Stelle im Film die Hände auf die Ohren gepackt und „Shalalalala“ gesungen. Das ganze Kino hat auf uns geschaut, als ob wir nicht eh schon genug aufgefallen wären…
Alle paar Minuten hat Senna „Man es ist der Vater“ gerufen - das Publikum hat immer hoch zu uns geschaut und „Pssst“ gerufen und Senna dann wieder „Man es ist der Vater“…
Senna: Aber ich wusste doch wer es war. Es war natürlich der Vater und ich sagte dann laut „siehst du, ich hatte recht - es ist der Vater“!
Sie haben es geschafft! Seit Ende 2006 sind Bahar, Senna und Mandy alias Monrose erfolgreich im Musikgeschäft unterwegs und es geht immer weiter bergauf! Durch das Casting bei "Popstars" und ihrer Debütsingle „Shame" wurden sie berühmt und begeistern inzwischen auch auf großen Bühnen das Publikum. Acht Single-, drei Albumveröffentlichungen, darunter auch die neue Single „Why Not Us", sowie Auszeichnungen u.a. mit den bekannten Preisen „Comet“ und „Bravo Otto“ zählen derzeit zu ihrem Erfolgsrezept. Wir trafen die heißen Pop-Girls vor ihrem Auftritt beim „10 Jahre Potsdamer Platz“-Event in Berlin und konnten ihnen dabei einige spannende Antworten entlocken – besonders Bandmitglied Senna vertrat hier klar und deutlich ihre Meinung…
Inzwischen macht Ihr bereits über zwei Jahre Musik. Was war Euer bislang peinlichster Moment auf der Bühne?
Monrose: Bei einem unserer Auftritte im letzten Jahr ist unsere CD gesprungen, aber das war nicht so ein peinlicher Moment, das war eher ein Moment, in dem wir gesehen haben, dass wir sehr spontan sein können, denn keiner hat es gemerkt. Jeder dachte dass es zur Show gehört, dabei ist wirklich die CD gesprungen. Senna hat spontan einen Rap erfunden und den Tänzer zu sich gezogen, Mandy und Bahar haben mit gewippt und es sah aus als ob das zum nächsten Lied gehören würde. Desweiteren wollten wir beim diesjährigen Auftritt in Berlin irgendwann die Position auf der Bühne wechseln - jeder war so sehr in seinem Element, dass wir einfach alle gegeneinander gelaufen sind. Für viele Leute und eigentlich auch für uns war es sehr amüsant.
Sicherlich kennt Ihr als Girlband auch die Vergleiche mit anderen Bands, wie z.B. mit den No Angels oder den Spice Girls. Nervt Euch das? Wie geht Ihr damit um?
Senna: Mir kommt es schon komisch vor, wenn man uns mit den No Angels vergleicht, weil das komplett was anderes ist. Das sind dann immer so Momente, wo ich sage, hör dir bitte noch mal die Platte an und vergleiche erneut! Ich denke, derjenige der solche Vergleiche macht, hat nicht ganz verstanden wer wir sind oder sich nicht ganz informiert und das macht mich dann eher traurig.
Mandy: Es ist ebenfalls das gleiche mit den „Just4Girls“ Popstars, die jetzt nach uns kommen – es wird immer heißen: Das sind die Nachfolger von den Monrose und wir sind die Nachfolger von den No Angels. Man sollte dabei aber nicht vergessen, dass wir alle verschieden sind, unterschiedliche Charaktere und einen ganz anderen Musikstil haben. Das wird wohl oft sehr unterschätzt, was sehr schade ist!








