Themen: Szene, Rave, Tanzen, New York

"Morning Gloryville" - Raving schon um 7 Uhr

Breakfast-Raving ist der neue Trend zum Wachwerden.

Im Morgengrauen aufzuwachen hört sich für die meisten von uns schrecklich an. Viel lieber würden wir mit der warmen Bettdecke kuscheln und warten, bis der Tag vorbei ist. Aber was wäre, wenn wir für eine zweistündige Tanzparty aufstehen? Hört es sich dann immer noch so schrecklich an?

Halb sieben am Morgen und der Kinfolk 94 Club in New York City ist rammelvoll. Aber der Club hebt sich von anderen ab. Anstatt, dass hier die Lichteffekte und Bässe nur so schallen, ist dieser Club vom Sonnenaufgang und den ersten natürlichen Lichtstrahlen geprägt. Was gleich ist, ist die Musik. Wer auf die legendären „Morning Gloryville“-Partys geht, wird von „Wake-Up Angels“ begrüßt, die einem Kaffee, selbstgemachte Smoothies oder sogar Massagen anbieten.

Nachdem man auf dem Dancefloor zu Musik von DJ Zev / WOLF + LAMB und Natasha Blank (The Get Down / NYC) erst richtig wachgerüttelt wird, kann man im Anschluss unter anderem eine befreiende Yoga-Stunde nehmen, die einen gut in den Tag starten lässt.

Der korrekte Begriff fürs Feiern im Morgengrauen nennt sich Breakfast-Raving oder auch „Braving“. Die harten Alkohol-Drinks werden durch gesunde und weckende Getränke ersetzt. Menschen, die sonst einen gestressten Alltag und keinen Ausgleich zum Berufsleben haben, lieben die „Morning Gloryville“-Veranstaltungen und kommen gerne und immer wieder.

Den neuen Trend gibt es nicht nur in New York, sondern hat sich bereits nach Barcelona, Paris, Amsterdam, Tokyo, Sydney, Perth und Zagreb in die morgendlichen Stunden eingepflanzt. Ob er es auch irgendwann nach Deutschland schafft, ist fragwürdig. Wie findet ihr den neuen Trend? Wärt ihr dabei, wenn es heißt "Aufstehen und tanzen"?

Foto: Tanzen via Shutterstock

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