Themen: Lifestyle, Trend, Drogen
Neue Modedroge ist nicht zum Lachen
Wie Lachgas die Londoner Szene erobert.

Die Bürgersteige von London sehen aus, als hätte ein riesiger Kindergeburtstag stattgefunden. Lachgas-Kartuschen und bunte Ballons zieren den Boden. Doch weit und breit keine Kinder. Besonders im Osten Londons hat man mit einer Erscheinung zu kämpfen, die an bunte Kindertage erinnert, hinter der sich aber eine völlig andere Realität verbirgt. Denn die Luftballons werden genutzt, um die Modedroge „Lachgas“ zu konsumieren. Doch was viele Besucher in den Londoner Parks und auf Partys für einen harmlosen Spaß halten, kann schnell gefährlich werden.
Bei Lachgas handelt es sich um eines der sogenannten „legal highs“, also einen Stoff, der frei im Handel erhältlich ist. Umgerechnet etwa vier Euro müssen die Konsumenten für einen Lachgas-Kick zahlen, der etwa eine halbe Minute andauert. Mithilfe der Kartusche werden die Ballons mit Distickstoffmonoxid befüllt. Dieses wird dann eingeatmet und kurz darauf wälzen sich die Konsumenten lachend auf dem Boden.
An sich ungefährlich, allerdings nimmt der Trend in London mittlerweile Überhand. Drogenbeauftragte schlagen Alarm und warnen davor, dass übermäßiger Konsum über einen zu langen Zeitraum sogar zum Tod führen kann. Inhaliert man zu viel von dem Gas, kann dies zu einem Mangel an Sauerstoff und Vitamin B12 führen, was wiederum das Gehirn und Nervensystem nachhaltig schädigen kann. Man muss eben auch nicht jeden Trend mitmachen.
Foto: balloon via Shutterstock








