Neuer elektronischer Tanzmusik-Trend auf dem Vormarsch?
Was kommt als Nächstes?

2014 ist ohne Zweifel das Jahr der DJs und der elektronischen Tanzmusik. Während Festivals, wie das Ultra Music oder Tomorrowland immer weiter wachsen und an Popularität gewinnen, stürmen zahlreiche DJs die Charts. Doch mit der Mainstream-Tanzmusik könnte es schon bald vorbei sein. Patrick Moxey, Gründer und Präsident von Ultra Music, sieht schon bald ein anderes Subgenre der elektronischen Musik an der Spitze der Charts: Den Deep House.
„Deep House ist eine langsamere und melodieorientierte Stilart des House. Musikalisch dominiert der gut tanzbare, gerade 4/4-Takt. Die Geschwindigkeit bewegt sich im Bereich von etwa 100 bis 127 BPM“. So wird die Musikrichtung auf Wikipedia beschrieben, die schon bald die weltweiten Charts einnehmen könnte. Zumindest, wenn es nach Patrick Moxey geht. Dieser geht nämlich davon aus, dass Deep House bald der nächste Schritt im Hype um die elektronische Musik ist. Abwegig ist dies aber ganz und gar nicht.
So erreichte zum Beispiel der französische Producer und DJ Klingande mit seinem Track „Jubel“ bereits mehr als 53 Millionen Views auf Youtube. Auf dem Electric Daisy Carnival in Las Vegas war Robin Schulz‘ „Waves“-Remix der am häufigsten Shazamed Song überhaupt. Doch warum soll Deep House auf einmal mainstreamiger werden? Ganz einfach, weil immer mehr Leute genug von Avicii, Calvin Harris und Co. haben und es noch so viele andere Unterbereiche der elektronischen Musik gibt. „Das Schöne an elektronischer Musik ist, dass immer, wenn Leute sie verallgemeinern wollen, sie sich ändert. Jedes Mal, wenn ein Teil kommerzialisiert wurde, erfinden sich andere Teile neu. Es ist eine dauerhafte Erneuerung“, so Moxey gegenüber dem Wall Street Journal.
Subjektiv scheinen die Tracks des aktuellen Hypes inzwischen nur noch ein einheitlicher Brei zu sein. Deshalb können viele manche Songs einfach nicht mehr hören und suchen nach etwas Neuem. Deep House könnte diese Abwechslung bieten. Doch ein Deep House-Boom würde zugleich auch die Kommerzialisierung dieses Genres bedeuten.
Foto:Maxime FORT via Flickr








