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Nipster: Der neue Nazi-Trend?
Rechte stehen auf Hipster-Style.

Glatze, Springerstiefel, Bomberjacke und Hakenkreuz-Symbole. So stellt man sich wohl den „typischen“ Nazi vor. Doch auch die rechte Gruppe hat sich weiterentwickelt und nennt sich nun lieber „Nipster“ als Neonazi. Was es mit Trend auf sich hat und ob am Namen Nipster etwas rechtradikales hängt, wir haben uns für euch auf die Suche gemacht.
Wie sich der eine oder andere vielleicht denken kann, soll sich die Bezeichnung „Nipster“ aus „Nazi“ und „Hipster“ zusammensetzen. Und so sieht der Style aus: Bärte, Jutetaschen und Röhrenjeans, wodurch der Vergleich zum gängien Hipster nicht weit hergeholt ist. Doch die wahre Gesinnung eines Nipsters verbirgt sich im Detail.
Denn man erkennt den Nipster nicht nur eindeutig an Hakenkreuz und Symbolen aus dem dritten Reich, sondern vor allem durch rechte Sprüche oder altdeutsche Schriftzüge auf ihren Taschen. Statt Marken, wie Londsdale, New Balance oder Fred Perry, die natürlich nicht reine Nazi-Marken sind, trägt ein Nipster inzwischen lieber Klamotten von „Boy London“. Dies liegt an dem im Logo enthaltenen Adler.
トプ画やヘッダー変えました♪ #BOYLONDON pic.twitter.com/cyvffZvZYK
— ☣ こうすけ ☣ (@kousuke8013) 3. August 2014
Doch sind Nipster wirklich die neuen Rechten? Während die TAZ beispielsweise die neuen Nazi-Hipster zu beschreiben versucht und die Huffington Post die Gefahren der Nipster deutlich betitelt, bezeichnen sich andere Nazi-Hipster als „Kreative“:
Wir sind Nürnbergs Kreative und keine Nazis, @tazgezwitscher pic.twitter.com/bVFH0fPyf0
— Nipster (@nipsternet) 10. April 2014
Wie bei jedem Trend sollte sich jeder seine eigene Meinung bilden. Vorsicht vor zweideutigen rechtsradikalen Inhalten solltet ihr jedoch immer haben. Und ganz sicher ist: Nicht jeder Hipster ist ein Nipster.Foto : young, handsome man with a camera, dressed in the style of hipster via Shutterstock








