Thema: Krass

Ohrring statt Pille: Gibt es bald Verhütungs-Schmuck?

Hübsch UND praktisch!

Quelle: Tamara Bellis/Unpslash & Image Point Fr/Shutterstock

Viele tragen ihn täglich und manche nehmen ihn einfach gar nicht mehr ab: Schmuck. Egal ob Ohrringe, Ketten, Ringe oder Armbänder – die dekorativen Teile machen einfach jeden Look komplett. Wie praktisch wäre es, wenn die liebgewonnenen Stücke auch noch als Verhütungsmittel benutzt werden könnten. Und genau das soll bald schon möglich sein.

 

Wenn es nach Forschern des Georgia Institute of Technology geht, könnten wir in Zukunft auf die lästige Einnahme von Pillen verzichten und uns einfach ein schönes Schmuckstück an den Körper legen, um eine ungewollte Schwangerschaft zu verhindern.

„Da das Anlegen von Schmuck bereits zum Alltag vieler Frauen gehört, kann diese Technik die Einhaltung der Medikamenteneinnahme erleichtern", erklärt Professor Mark Prausnitz in einer Mitteilung. In ihrer Studie  nutzen die Wissenschaftler die Pflastertechnologie, die beispielsweise schon sehr erfolgreich in der Rauchentwöhnung als Nikotinpflaster genutzt wird. Und auch Hormonpflaster sind als Verhütungsmittel bereits erhältlich.

Doch statt einfach nur ein Pflaster auf die Haut zu kleben, könnte schon bald Schmuck als Träger dienen: „Wir setzen auf diese etablierte Technologie, verkleinern das Pflaster und verwenden Schmuck, um die Anwendung zu erleichtern“, so Professor Prausnitz. Besonders Ohrringe und Armbanduhren sollen sich für das ehrgeizige Projekt eignen, da diese besonders engen Hautkontakt haben. „Wenn die Technik letztendlich zur Empfängnisverhütung beim Menschen eingesetzt wird, müsste der Ohrring regelmäßig, wahrscheinlich wöchentlich, gewechselt werden“, erklärt Prausnitz weiter.

Laut FitForFun sollen noch weitere Tests durchgeführt werden, bevor an eine kommerzielle Vermarktung des Verhütungs-Schmucks überhaupt zu denken ist. „Wir müssen sicherstellen, dass dieses Konzept der Empfängnisverhütung etwas ist, was Frauen tatsächlich wollen und verwenden würden.“ Einen Schutz für Krankheiten bietet diese Möglichkeit aber leider nicht!

GIF via giphy.com
Fotos: Tamara Bellis/Unpslash & Image Point Fr/Shutterstock

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