Themen: Nachtschicht, Discostadl, Olpe
Olpe: Discostadl "Nachtschicht" schließt
Erstes "Opfer" des Rauchverbots.

"Wir haben nicht vor, Olpe zu verlassen", das sagten die Betreiber des Discostadls noch im letzten Jahr, als Gerüchte über eine Schließung des Clubs im Sauerland aufkamen. Doch heute, einige Monate später, sieht es scheinbar anders aus.
Ab dem 1. Juni ist es mit dem Discostadl in Olpe vorbei. Die Verantwortlichen sind zu dem Entschluss gekommen, dass es sich nicht mehr lohnen würde, den Club weiterzuführen. Ein entscheidender Grund dafür, sei das neue Nichtraucherschutzgesetz in NRW. In einer Stellungnahme äußerte sich die Geschäftsführerin Susanne Schünemann:
"Die angekündigte Verschärfung des Nichtrauchergesetzes in NRW hat bereits im vergangenen Jahr zu der Suche nach einer Alternative geführt." Dadurch, dass die Gäste ab sofort vor der Türe rauchen müssen, sei sowohl die Sicherheit der Besucher, als auch eine geringe Lärmbelästigung nicht mehr gewährleistet. Natürlich spiele es auch eine große Rolle, dass die Besucher, die sich zum Rauchen vor der Tür aufhalten, nichts im Club selbst kaufen. Deswegen rechne der Betrieb mit starken finanziellen Verlusten.
Doch der Discostadl "Nachtschicht" ist nicht ganz aus der Welt. Im September soll eine neue Location in Niedersachsen eröffnet werden, dort seien Raucherräume noch erlaubt und der Außenbereich biete zudem mehr Platz. Auch die Fläche am neuen Olpener Bahnhof sei für die Verantwortlichen weiterhin interessant. Sollte es dort bald möglich sein, den Club neu zu eröffnen, so würde "einer Rückkehr der 'Nachtschicht' nach Olpe nichts mehr im Wege" stehen.
Da schon eher Gerüchte um eine Schließung der Nachtschicht kursierten, ist davon auszugehen, dass das Rauchverbot wohl nur einen kleinen Teil ausmacht. Trotzdem ist die Nachtschicht somit die erste Location, die nach eigenen Angaben vor dem neuen Rauchverbot kapitulieren muss. Auch die Großraumdiskothek Prater in Bochum soll bereits einige Einbußen zu spüren bekommen haben, einige Gäste bleiben scheinbar durch das neue Gesetz aus.
Quelle: derwesten.de
VN-Fotograf: vossibar








