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Open-Air-Pannen 2013: Das regte auf!

Festivals und die Schattenseiten.

Bye-Bye OpenAirs. Obwohl der Sommer 2013 doch so schön war, mit all den zahlreichen Festivals und Freiluft-Vergnügen, hatte auch die diesjährige Open-Air-Saison ihre Schattenseiten. Zeit also, um diese Revue passieren zu lassen und im nächsten Jahr alles besser zu machen. Ihr wisst ja: die guten Vorsätze und so.

Mit der Verkündung des Experiments der Stadt Halle an der Saale, kleine Open-Air-Partys ohne vorherige Genehmigung zu erlauben, fing alles an. Was die Freiluft-Fans aus Halle erfreute, erzeugte Neid in anderen Städten. Überall schien man aufzuschreien: Warum dürfen die und wir nicht? So der trotzige Tenor. Stellt sich am Ende die Frage, wie der Versuch denn gelaufen ist. Immerhin könnten sich bei positiver Resonanz andere Städte ein Beispiel an dem Konzept nehmen. Offenbar ist es ingesamt gut gelaufen. Die Open-Air-Veranstalter sollen sich größtenteils an die Bedingungen gehalten haben, es gab wenig Ärger. Auch wenn der ein oder andere Anwohner sich weniger begeistert von dem Wummern in der Nachbarschaft gezeigt haben soll.


Starten sollte die Open-Air-Saison vielerorts bereits im April, waren die ersten Termine doch bereits festgelegt. Aber wie das eben so oft in Deutschland der Fall ist, hat Petrus nicht immer die beste Feierlaune. Daher entschieden sich die Veranstalter des Holi One Color Festivals und die PollerWiesen-Macher ihre ersten Termine zu verschieben und sich den Launen Petrus zu beugen. Der Klügere gibt eben doch nach. Das sorgte allerdings auch in diesem Jahr für verärgerte Fans und heftige Kritik (wir berichteten).

Den wohl größten Aufreger der Saison brachte allerdings das Fusion Festival mit sich. Mehr als 10.000 Festivalbesucher hatten sich unerlaubterweise Zutritt auf das Gelände verschafft, indem sie einfach über den Zaun sprangen. Diese Dreistigkeit sollten viele allerdings teuer zu stehen bekomen: Über 30 schwere Handverletzungen, abgerissene Finger, die rund-um-die-Uhr-Blockierung aller Operationssäle der umliegenden Krankenhäuser, schwere Folgeschäden, teils lebenslange Behinderungen und Verkrüppelungen der Betroffenen sind das traurige Resultat (wir berichteten).

In der Gemeinde des Nordrhein-Westfälischen Laers hatten die rund 1.000 Gäste des Larmschutzfestivals keine Probleme mit unerlaubtem oder erlaubtem Einlass, das stand nämlich erst gar nicht zur Debatte: Die Open-Air-Party war nämlich illegal (wir berichteten). Diese Tatsache hinderte die Veranstalter allerdings nicht daran, mal eben eine ganze Zeltstadt in der Aabauerschaft aufzubauen, samt Bühnen und Licht- und Lasershow. Die zwei Jahre zuvor war das etwas kleiner gehaltene Laermschutz Festival keinem aufgefallen. Chapeau! Muss man auch erst mal schaffen.

Auf der Ruhr-in-Love in Oberhausen kam es zu einem tragischen Vorfall: Eine 29-jährige Frau verstarb an einem Drogencocktail aus Speed und Ecstasy (wir berichteten). Daraufhin hatten wir die Drogenproblematik auf Festivals fokussiert. Zum Artikel.

Und dann kam die Flut der Holi-Open-Airs. Für Nicht-Holi-Fans war die Menge an den knalligen Events schon fast eine Plage, die breite Masse aber erfreute sich an dem neuen farbenfrohen Freiluft-Trend. Bis zu dem Zeitpunkt, als es auch hier zu einer "Panne" kam. Etliche Gäste klagten nach dem Besuch eines Holi Open Airs: Die Farbe ließe sich nicht rauswaschen, lange gezüchtete Haare hätten dran glauben müssen, ja, selbst der Friseur wäre machtlos gewesen.

Zu langweilig, zu Kommerz? Ja, der allgemeine Festivalgänger ist scheinbar immer schwerer zu begeistern. Das After-Movie zur Nature One empfanden einige als zu Mainstream, eine Doku als zu langweilig. Insgesamt hat die Pydna aber ganz klar wieder gerockt. 

Und fest steht auch: Die Open-Air-Saison 2013 war trotz ihrer kleinen und auch üblichen Wehwehchen ein voller Erfolg. Die Holi Open Airs verwandelten die Tanzflächen der Republik in ein buntes Farbenmeer und wir hatten schlussendlich auch mit dem Wetter weitestgehend Glück. Selbst das vor Unwettern gewarnte Hurricane Festival konnte sich und seine Besucher einiger Regengüsse zum Trotz vollends begeistern. Denn: Einen echten Festival-Fan kann so schnell kein Wässerchen trüben. 

Darum freuen wir uns schon auf den Festival-Sommer 2014.

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