Themen: Party, Festival, Open Air

Open-Air-Partys endlich erlauben!

Debatte um illegale Mini-Festivals.

Es klingt irrsinnig. Gerade die für ihr lebendige OpenAir-Szene bekannte Stadt Berlin steht vor einem Riesenproblem: Es gestaltet sich immer schwieriger spontane Open-Air-Partys zu organisieren. Neider, Anwohner und Konkurrenten machen es den Open-Air-Freunden zunehmend schwer. Jetzt will die Berliner ClubCommission neue Wege gehen und sich für ein Recht auf Open-Air-Partys stark machen. Ein Thema, das ganz Deutschland bewegt.

Heute um 17 Uhr treffen sich Szeneaktivisten und Open-Air-Freunde in Berlin, um diese Thematik zu sprechen. Denn, klar: Feiern in der Natur bei einem groovigen Beat, der Tanz vom Sonnenuntergang bis zum Sonnenaufgang geht unter die Haut, ist etwas unbeschreiblich Einzigartiges. Hat doch jede kleine Open-Air-Party ihren ganz eigenen Charme. Aber neben Beschwerden wegen einer zu hohen Lautstärke, ist es oft auch das Müllproblem, das zu schaffen macht. 


Müllproblem beim Draußen-Feiern
Draußen Feiern hinterlässt leider meist seine Spuren, wofür aber nicht immer gleich eine Open-Air-Party Schuld sein muss. In Berlin wurden in diesem Jahr über 2,2 Millionen Liter Müll allein auf dem Tempelhofer Feld produziert. Kosten: 170.000 Euro. In Düsseldorf waren es 100 Tonnen Abfall allein am Rheinufer. Die Reinigung soll zwischen 250.000 und 300.000 Euro gekostet haben. In Köln wurden an nur einem Abend 20 bis 25 Tonnen Müll von den Straßen gekehrt. Die regulären Reinigungskräfte reichten nicht aus, um die Müllmassen zu beseitigen, es musste Extrapersonal eingestellt werden. Ein verantwortungsvoller Umgang mit der Natur muss also vorausgesetzt sein.

Spielregeln bei einer Open-Air-Party
Das meint auch die ClubCommission, "ganz ohne Spielregeln wird's nicht gehen". Doch wie sollen diese aussehen? Ausgerechnet die kleine Stadt Halle an der Saale war in diesem Jahr Open-Air-Pionier und wagte ein Experiment, in dem sie Spontan-Open-Airs bis zu 500 Personen ohne Genehmigungsverfahren erlaubte. Die Veranstalter hatten die Freiluft-Sausen lediglich einen Tag vorher anzeigen müssen und - logisch - man musste sich an einen Lautstärkepegel von maximal 103 dB halten und den Müll entsorgen. Eine Gewinnabsicht sowie der Verkauf von Getränken war ebenfalls nicht gestattet. Dazu Markus Folgner, Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Halle, gegenüber Fudder.de: "Die Stadt Halle möchte den Bedürfnissen junger Menschen und ihrem Wunsch nach mehr Freiheiten im öffentlichen Raum entgegen kommen. Mit dieser Regelung reichen wir jungen Menschen die Hand und geben ihnen einen Vertrauensvorschuss. Jetzt liegt es bei ihnen, ob sie mit dieser Freiheit umgehen können." Dies wolle die Stadt zum Jahresende erörtern. Auch ein Blick in die Schweiz ist aufschlussreich und zeigt, dass es auch anders geht. Dort hat man schon im letzten Jahr ein vereinfachtes Bewilligungsverfahren für "Partys im Öffentlichen Raum" in Zürich eingeführt. 

Spontan-Open-Airs von nationalem Interesse
Die Veranstalter der Szene machen sich stark und zeigen regen Interesse an den Belangen der ClubCommsion, ist dies doch nicht nur ein Thema, das die Stadt Berlin angeht. Es ist von nationalem Interesse. So erzählt ein Veranstalter: "Ich komme aus Jena und organisiere mittlerweile seit über 15 Jahren solche Partys. Es ging ganz klein los und mittlerweile besuchen diese Events bis zu 500 Leute ganz ohne Werbung und nur durch Mund zu Mund Propaganda. Leider musste ich auch schon oft die Erfahrungen machen, dass irgendwelche Neider oder tatsächlich Anwohner Beschwerden bei zuständigen Ämtern eingereicht wurden. Ich finde es dann wirklich unfassbar, das eine einzelne Person, die aber mehrfach bei der Polizei anruft den ganzen Spaß auflöst." Ein anderer ist der Meinung, man solle auch mal kommerzielle Open-Air-Veranstalter an den Tisch holen, um sie "dafür zu sensibilisieren, dass wir keine Konkurrenz sind. Denn viele unserer Gäste können sich die Preise in den kommerziellen OpenAir-Gastronomie-Einrichtungen nicht leisten und fallen als potentielle Kunden aus." 

Wie sich die Debatte heute entwickeln wird, das werden wir schon in ein paar Stunden erfahren. 

Martin Mosert hat einen Trailer zu der Thematik produziert, der - wie es auf Facebook heißt - "dafür gesorgt hat, dass dieses Thema endlich mal zur Tagesordnung kommt. Alle anderen Versuche der Gesprächsaufnahme auch mit "Provokations Open Airs" sind bisher ins Leere gelaufen...."

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