Themen: Festival, Open Air

Openair-Eklat: Alle auf die Veranstalter?

Die ewige Wetterplage der Festivalmacher.

Jedes Jahr plagt Veranstalter der hiesigen Festivals dieselbe Frage: "Wann plane ich mein Openair am besten, damit ich eine zumindest 90-prozentige Wettergarantie habe?" Und immer wieder fallen etliche Freiluft-Events wortwörtlich ins Wasser. Kürzlich musste erst das Holi One Color Festival aus diesem Grund verschoben werden, auch das PollerWiesen-Opening hatte sich der verhaltenen Wetterlage beugen müssen. Vor Petrus' Launen ist niemand sicher. Aus gegebenem Anlass wollen wir diese Problematik an dieser Stelle hinterleuchten.

Zunächst sollte man zwischen zwei verschiedenen Openair-Varianten unterscheiden:dem mehrtägige Festival und der Tagesveranstaltung. Während erstere bereits Monate im Voraus geplant werden und oft ein großflächiges, angemietetes Areal in Kürze in eine ganze Festivalstadt verwandelt werden muss, mit allem was dazu gehört - Logistik, Sicherheitskonzept, Künstler-Booking, -Verpflegung, Sanitätszelte, Campingareal und vieles mehr -, haben die Tagesveranstalter oft die Gunst, sich kurzfristig der Wetterlage anpassen zu können. 

 
Dabei sind die Tages-Openairs ebenso planungsintensiv, haben aber eine ganz andere Entscheidungsgrundlage. Beispielsweise das PollerWiesen-Openair, eine überregional bekannte und sehr erfolgreiche Eventreihe. Das Booking steht bereits für die komplette Saison fest, jeder Termin ist mittlerweile mit einem Ausweichtermin versehen. Damit dürfte den Gäste eigentlich schon vorher klar sein, dass es je nach Wetterlage zu einer Verschiebung kommen kann. In diesem Jahr feiern die PollerWiesen 20-jähriges Bestehen
 
Trotz ihres Erfahrungsschatzes müssen die Veranstalter um Patrick Peiki immer wieder mit scharfer Kritik rechnen, wenn sie eines ihrer geplanten Openairs verschieben. So wie auch in diesem Jahr geschehen. Dabei ist diese Entscheidung nie eine Leichte, ganz im Gegenteil. Auch finanziell hängt davon natürlich viel ab. Oft kam es in der Vergangenheit dazu, dass sowohl der eigentliche, wie auch der Ausweichtermin wetterbedingt nicht stattfinden konnte. Was das für einen finanziellen Verlust mit sich bringt, daran will so manch ein enttäuschter Gast natürlich zunächst nicht denken. 
 
So wurde auch die Entscheidung, dass das diesjährige PollerWiesen-Opening verschoben wird, mit folgenden Worten begründet: 
 
"Wir entscheiden auf der Grundlage vom Wetterbericht heute und müssen unser Risiko abwägen! Der Wetterbericht in zehn Tagen hat eine Prognose Güte von 20% (also für den Arsch) Es ist eine Tendenz die aber nicht in Stein gemeißelt ist. Uns interessiert aktuell nur dieser Sonntag. Laut Profi-Meteorologe ist es so, dass wir maximal 15-16 Grad sehen und die Bewölkung am Nachmittag zunehmen kann. Wenn die sagen der Bedeckungsgrad ist 50% ist das im Mittel gemeint, dass heißt es kann am Nachmittag auch 75%-90% bedeckt sein und morgens fast gar nicht. Das heißt, es wird keine 15 Grad am Nachmittag, sondern eher 2-3 Grad kälter. Das wären dann 12 Grad und hey, da stehen dann alle rum und hören Musik aber FEIERN werden die wenigsten. Wir sind mit dieser Option für unser 20-jähriges Geburtstags-Opening NICHT GLÜCKLICH!!! Sollte das Wetter am Sonntag umspringen und 5 Grad wärmer werden ist es PECH aber auf der Information von JETZT GERADE treffen wir die Entscheidung und nicht auf ein eventuelles besseres Wetter. Das können wir unseren Mitarbeitern gegenüber nicht Verantworten. Wir müssen mit kühlen Kopf entscheiden und nicht so emotional wie einige unter Euch. Aus Eurer Sicht können wir alles verstehen aber BITTE versteht auch uns! Was die Verschiebung kostet will ich hier gar nicht aufführen ... also wir würden lieber machen, wie einige von Euch, doch die aktuell vorliegenden Informationen, implizieren eine andere Entscheidung. Es bleibt spannend Danke für Eure Hilfe zum Thema Wetter Entscheidung. Vielleicht machen wir das ab sofort immer mit Euch gemeinsam, das hilft uns sehr auch wenn die Entscheidung nicht alle glücklich machen kann. PollerWiesen YOU!"
 
Ganz klar: Wir alle haben schon einmal im Regen gefeiert. Wie oft hat es beispielsweise bei der Nature One oder SMS in Strömen gegossen - und das ganze drei Tage lang? Die Autos mussten am letzten Tag mit Traktoren vom Campinggelände geholt werden, weil sich sonst jeder festgefahren hatte, der keinen Jeep fuhr. Und klar, da gab es auch noch den Blauen See, der wie verhext beinahe jedes Jahr von Regen "gesegnet" war. Wir erinnern uns gerne an Woodstook-ähnliche Szenen, auch daran, dass die Veranstalter - wobei hier wieder PollerWiesen-Macher Patrick Peiki ins Spiel kommt - dem Schlammassel über eine Dekade lang entgegenwirkten, indem sie beispielsweise kostenlose Regencapes verteilten. Aber ganz ehrlich: Wir alle sind doch viel lieber Sonnentänzer. Was gibt es schöneres, als bei Sonne satt in den Sonnenuntergang zu tanzen? Und wenn es die Option gibt, warum sollte man sie dann nicht nutzen?
 
Was wir euch ans Herz legen wollen: Meckern und schlechte Laune vertreiben, geht immer schnell. Aber vergesst doch bitte nicht, was hinter einem solchen Freiluft-Event steckt und vor allem, was doch eigentlich unser aller Ziel sein sollte: gemeinsam einen wundervollen, unvergesslichen Tag mit bester Musik zu erleben. Man muss eben immer beide Seite der Medallie sehen. In diesem Sinne:
 


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