Themen: Tipps, Open Air, Openair, Open-Air Party, tricks, veranstalten, organisieren

Opern Air Party-Guide

So klappt deine eigene Freiluft-Fete.

Sommer. Sonne. Openairs. Lange haben wir darauf gewartet, dass Väterchen Frost endlich seine sieben Sachen packt und der Frühling Einzug hält. Jetzt, da es soweit ist, geben immer mehr Festivals ihre Termine bekannt. Auch die kleinen Open-Airs wappnen sich. Wer selbst gerne ein kleines Tänzchen unter freiem Himmel organisieren möchte, für den haben wir ein paar Tipps und Tricks zusammengetragen.

Location checken: Anwohner
Wichtig für jedes Openair ist natürlich die Lage. Wohnen unmittelbar an der auserkorenen Location Leute - wobei hier egal ist, ob jung oder alt, beschweren tun sie sich nämlich alle - sollte man sich lieber umorientieren. Nicht zu vergessen ist der Schall der Musik, speziell das Wummern der Bässe ist oft noch kilometerweit zu hören. Deswegen: Sucht euch ein Plätzchen, wo weit und breit keiner wohnt. Und wenn doch, reduziert die Lautstärke soweit, dass ihr garantiert keine Menschenseele stört. Oft hilft es auch, wenn einer mit dem Auto zu den nächsten Häusern fährt und die Lautstärke checkt. Auch Fußwege an der Location können Ärger hervorrufen. Spaziergänger, wie Rentner, Leute mit Hunden oder ähnliches, neigen oft dazu, der Polizei eine Meldung zu geben. Vielleicht aus Frust, vielleicht einfach nur, weil sie gerne meckern - man weiß es nicht.

 
Tag- oder Nachtveranstaltung?
Mache ich mein Openair-Party eher tagsüber oder doch lieber nachts? Eine nicht zu unterschätzende Frage. Denn auch hier kommen wieder die etwaigen Anwohner ins Spiel. Veranstaltet ihr die Party tagsüber, also bis 22 Uhr, kann euch die Polizei zumindest nicht wegen Ruhestörung drankriegen. Noch nach 22 Uhr weiter zu tanzen, wird nur dann geraten, wenn ihr euch absolut sicher seid, dass ihr keinen stört. Oder natürlich, wenn ihr es mit den Behörden abgeklärt habt, was natürlich schwierig bis - und wenn wir mal ehrlich sind - unmöglich ist. 
 
Vorbereitungen: Generator, Anlage, Deko und Co.
Wichtig für eine Openair-Party ist natürlich der Generator, ohne den geht gar nichts. Doch woher bekomme ich einen? Im Internet gibt es beispielsweise den Anbieter erento.com. Hier gibt es gute und auch günstige Anbieter, für den Fall, dass sich nicht gerade im Freundeskreis jemand befindet, der solch ein Ding in der Garage stehen hat. Wichtig hierbei: Achtet auf die Leistung! Je mehr Abnehmer ihr habt, sprich Topteile, Bässe, Lichttechnik oder vielleicht sogar Kühlschränke, desto höher muss diese sein. Ansonsten verabschiedet sich der ganz schnell wieder. Bei Unsicherheit lasst euch auf jeden Fall beraten. Zu beachten ist auch der Spritverbrauch. Überlegt euch, wie lange eure Party gehen soll und wie viel Diesel ihr einkalkulieren müsst, damit das Tänzchen nicht gezwungenermaßen eher vorbei ist, als euch lieb ist. Bei Erento findet ihr übrigens auch Licht- und Soundanlage zum Mieten. Bedenkt: Feiert ihr auch noch nach 22 Uhr weiter, wird es schnell dunkel. Für Lichtquellen muss gesorgt sein.
 
Aufbau
Wann baut ihr am besten auf? Welches Fahrzeug wird benötigt? Und wie viele Helfer braucht ihr? Die Erfahrung zeigt: Plant lieber zwei bis vier mehr helfende Hände ein. Man weiß nie, wer spontan mal wieder ausfällt.
 
Müll
Beim Feiern in der Natur ist natürlich eines selbstverständlich: Der Platz wird so sauber verlassen, wie man ihn vorgefunden hat. Deswegen ist es auch im Vorhinein ratsam, überall, besser zu viel als zu wenig, Müllsäcke an Bäume zu hängen oder kleine Tonnen aufzustellen.
 
Toiletten
Gibt es in der Nähe Toiletten? Wo sollen die Leute ihr Geschäft machen? Auch dieser Aspekt sollte bedacht werden. Ein Dixie-Klo zu ordern ist oft nicht teuer und liegt so bei ca. 100 Euro.
 
Getränke
Bietet ihr selbst Getränke an? Wobei hier wichtig ist: Der Verkauf von Getränken - ohne das vorher angemeldet zu haben - ist gesetzlich nicht gestattet. Finanziert werden kann sowas zum Beispiel mit Spenden. Ansonsten muss unbedingt vorher abgeklärt werden, dass die Leute sich selbst versorgen und somit ihre eigenen Getränke mitbringen müssen. Sonst gibt es jede Menge enttäuschte, durstige Gemüter.
 
Ersthilfe und Verbandskasten
Falls sich jemand verletzen sollte, über einen Ast stolpert oder sich schneidet, ist es immer ratsam einen Verbandskasten mit dabei zu haben. So seid ihr für alle Eventualitäten gewappnet. Mindestens einer sollte zudem die ganze Veranstaltung über einen klaren Kopf bewahren. Speziell um sich mit den nächsten Punkt noch auseinander setzen zu können. 
 
Polizei
Sollte es doch einmal zu einer Begegnung mit dem Freund und Helfer in Grün kommen, Ruhe bewahren. Nicht immer bedeutet das gleich das Aus für das Openair. Im Gegenteil. Speziell bei Tagesveranstaltungen, die sichtlich friedlich ablaufen, die Lautstärke nicht zu extrem und auch die Anzahl der feiernden Leute noch überschaubar ist, drücken manche Beamten auch noch ein Auge zu. Vorausgesetzt man verlässt den Platz wieder ordentlich und hält sich an die Ruhezeiten. Aber es gibt natürlich auch Gegenteiliges. Das ist von Stadt zu Stadt unterschiedlich. In Halle sind in diesem Jahr erstmalig sogar Openairs erlaubt, wenn man sie einen Tag zuvor bekannt gibt.
 
Bei Intaktdurchsleben findet ihr eine sehr gute Openair-Checkliste, an der man sich prima orientieren kann.
 
In diesem Sinne: Wir wünschen frohes Freiluftfeiern! Für Anregungen sind wir natürlich offen.

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