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Poppers: Die legale Sex-Droge

Handel verboten, Konsum erlaubt.

Die Droge „Poppers“ gibt es schon lange, aktuell wird sie durch den sich zum Konsum bekennenden Politiker Michael Adam wieder in die Presse gepusht. Aber was bewirken die kleinen, bunten Fläschchen?

Die Bezeichnung Poppers stammt, wie so oft, aus dem Englischen (pop = knallen) und umschreibt das Geräusch, dass die Fläschchen beim Öffnen von sich geben. Dann entsteht eine chemische Reaktion, bei der Dämpfe freigesetzt werden, die der Konsument inhaliert. Der stechende Geruch erinnert an Chloroform.

Nur ein paar Sekunden nach dem Inhalieren erlebt der Konsument einen Rausch, der durch eine Gefäßerweiterung im Gehirn ausgelöst wird. Außerdem wirkt das Mittel sehr aphrodisierend und schmerzhemmend, wodurch es sich nachweislich vor allem in der Schwulen-Szene durchsetzte. Vor dem Geschlechtsverkehr wird gerne mal an dem Fläschchen geschnüffelt, um die Muskeln zu entspannen. Dieser Zustand hält allerdings nur ein paar Minuten an.

Falsch konsumiert, können Poppers starke Schäden anrichten und sogar zum Tod führen. Bekommt man die Substanz in die Nase, kann man sich Verätzungen zuziehen. Schluckt man sie aus Unwissenheit, gefährdet man sein Leben.

Eine körperliche Abhängigkeit ist nicht nachgewiesen, allerdings könne sich eine psychische Abhängigkeit so äußern, dass man ohne Poppers weniger Lust auf Sex hat. Dann ging der Schuss wohl buchstäblich nach hinten los. Kopfkino aus.


Bildquelle: Monkeystock via Shutterstock.

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