Porno als Wahlwerbespot im ZDF
Für Youtube ist „Die Partei“ zu schlüpfrig.

Es ist ein Mann zu sehen, der zusammen mit seiner Frau den Freuden der Ehe nachgeht. Die ganze Szenerie wird von heftigem Gestöhne begleitet und lediglich durch ein Milchglas ein wenig verzerrt. Solche Szenen kennt man eigentlich nur aus Sexfilmen. Doch was im Porno zum Pflichtprogramm gehört, wirkt im ZDF nach dem „Heute Journal“ im Abendprogramm doch eher verstörend.
Mit diesem Wahlwerbespot der etwas anderen Art will die Satirepartei, welche sich kurz und knackig lediglich „Die Partei“ nennt und sich selbst auch nicht wirklich ernst nimmt, Wählerstimmen gewinnen. Zur Bundestagswahl wurde die Partei bereits zugelassen. Somit steht es ihr auch frei, im Fernsehen mit eigens produzierten Spots zu werben. Dagegen kann sich der ZDF auch nicht wehren, denn er ist dazu verpflichtet, jegliche Wahlwerbespots auszustrahlen.
Bei Youtube sieht die Situation hingegen anders aus und so wurde der Porno-Spot dort auch prompt wegen nicht jugendfreier Inhalte gesperrt. Nach zahlreichen Beschwerden und einem offenen Brief der Partei an Youtube ist der Spot nun wieder online. „90 Sekunden Hardcore, echte Gefühle und reale Familienpolitik“, so beschreibt Nico Wehnemann, Mitglied der Partei „Die Partei“ den Clip. Wahrscheinlich haben die beiden Protagonisten des Spots gerade an ihrer eigenen Familie gearbeitet.








