Thema: Sex
Porno-Sperre im Internet?
Pornos nur nach persönlicher Anmeldung.

Großbritannien macht es vor: Ab Ende 2014 können dort im Internet pornographische Inhalte nur noch dann eingesehen werden, wenn sie vorher durch einen persönlichen Antrag und eine Altersauthentifizierung freigegeben wurden. Wer keinen Antrag stellt, der soll auch keinen Zugriff mehr auf Pornos bekommen. Der Grund: Jugendschutz. Durch das Internet können Jugendliche sich viel leichter Zugriff auf Sexseiten verschaffen, von denen viele auch noch kostenlos aufrufbar und deren inhalte eher fragwürdig sind. Durch eine Porno-Sperre soll genau dies verhindert werden, sodass die Jugendlichen durch die Inhalte kein verzerrtes Bild von Sexualität und Geschlechtsverkehr bekommen.
Der CSU-Jugendschützer Norbert Geis findet diese Idee gar nicht schlecht und fordert nun eine Porno-Sperre in Deutschland. "Kinder und Jugendliche müssen vor der Pornografie im Internet besser geschützt werden […] sodass man sich für die Nutzung von pornografischen Inhalten im Netz persönlich anmelden muss", so Geis gegenüber der Bildzeitung. Zwar gibt es auf einigen Internetseiten seit 2010 bereits die Aufforderung sein Alter zu bestätigen, jedoch reicht bei den meisten Seiten bereits ein Klick auf “Ja“, um die Inhalte aufrufen zu können. Nur wenige verlangen eine Authentifizierung über Personalausweis.
Sollte sich eine Porno-Sperre in Deutschland durchsetzen, so dürfte die Porno-Industrie einen erheblichen Verlust machen. Schließlich müsste dann jeder, der sich einen Porno ansehen möchte, zunächst mit seinen vollständigen persönlichen Daten dazu anmelden. Und wer möchte schon, dass irgendeine Behörde weiß, dass er sich regelmäßig Pornos anschaut? Und das mit dem Datenschutz ist ja ohnehin so eine Sache.
Foto: Flickr.com/ Ninight1617








