Themen: DVD, PUBLIC, Enemy

Public Enemy - Manchester UK DVD

 
 
 
Mehr Infos bekommt ihr unter www.publicenemy.com
 

Zum Glück ist diese Energie nicht auf die Kameramänner übergesprungen. Diese filmen in aller Ruhe von der einen oder anderen Seite der Bühne, ganz nah am Mann oder frontal von hinten auf die Show. Kein hektischen Bewegungen oder Maschinengewehrschnitte, die an Actionfilme erinnern und immer dann Verwendung findet, wenn die MTV- und Klingelton Generation zufrieden gestellt werden soll. Auf diese Weise ist man näher am Konzertgeschehen und fängt schon selbst an zu schwitzen, bei all dem Wasser, was da aus den Poren der Beteiligten fließt. Hier gibt es auch keine nach unten ausgerichtete Altersgrenze, die man beachten sollte, was die seltenen reinen Publikumsaufnahmen bestätigen dürften. Hier stehen 30- bis 40-jährige gemeinsam mit seltsam jungen Fans in der ersten Reihe und feiern gemeinsam ihre Stars. Public Enemy ist ein Generationsübergreifendes Phänomen. Umso erfreulicher ist es, alte Videos auf der DVD zu finden. Diese sind zwar einfach so hintereinander gepappt, was aber nicht so viel ausmacht, wenn man sich überlegt, dass Musikfernsehen vor nicht all zu langer Zeit genau so ausgesehen hat. Wenn ihr Interesse an Public Enemy habt, solltet ihr euch diese DVD auf jeden Fall zulegen.
Zu dieser Kategorie von Bands zähle ich natürlich auch Public Enemy. Wie gerne hätte ich die Shows gesehen, in denen die Jungs vor Hunderten von Schwarzen uniformiert und bewaffnet ihre paramilitärischen Formationen absolvierten oder Uncle Sam in Form einer Klu Klux Klan Puppe für schuldig befanden und zur Bestrafung prompt aufhingen. Ja, das waren noch Zeiten. Die Zeiten sind vorbei und doch hat Public Enemy live nichts an Faszination eingebüßt. Sehen könnt ihr das auf der neuen Public Enemy Live DVD, gedreht zu Manchester auf der „Make Love Fuck War“(kurz: MKLVFKWR) Tour. Die Armee ist zu einer persönlichen Security geschrumpft, die aber immer noch Formationen durchexerziert und bis auf Chuck D und Flavour Flav kommt mir sonst keiner mehr bekannt vor. Zu sehen ist eine klassische HipHop Show mit zwei bis drei MC’s , die die Texte backen, dem DJ Lord und Live Drums. Die Stärke der Public Enemy Songs offenbart sich in diesen wirklich sehr guten Filmaufnahmen. In der Regel muss man fürchten, dass Ami HipHop Acts dieser Größenkategorie langweilig sein könnten, aber die besonderen Strukturen der PE Songs und die Energie, die selbst in den ruhigen Songs inhärent ist, aber auch die Passion dieser Jungs, sollten jeden begeistern.
Als Musikfan gibt es bestimmte Dinge, die muss man einfach gesehen haben. Dabei ist es egal aus welcher Sparte man kommt. Man muss allerdings sagen, dass das auf bestimmte Bands immer nur eine zeitlang zutrifft. Ich darf jetzt vorsichtig behaupten, dass es einen Unterschied macht ob man Guns’N’Roses, James Brown oder auch den Booya Tribe heute oder vor einem Jahrzehnt gesehen hat.

Teile diesen Beitrag:
FacebookTwitterWhatsAppMessenger
Das könnte dich auch interessieren
"Fuck for Forest": Pornos für den Regenwald
Bald auch im Kino.
Genialer Geheimtipp: So entfernst du Mitesser ohne zu quetschen
Und das in nur 3 Minuten!
Netflix-Trailer: Ist das der schlechteste EDM-Film aller Zeiten?
Der Trailer sorgt schonmal für viele Hater-Kommentare.
Ex-Cam-Girl packt über ihre Zeit als Paula Rowe aus
„Paula hat ja doch genug gemacht und auch Scheiß erlebt ...“
Heftig: So gefährlich ist der Trend Hautritzen
Diese Krankheiten können Narbentattoos auslösen.