Themen: Festival, Amsterdam Dance event
Review: Amsterdam Dance Event 2009 (ADE) - Photos!
Festival, Messe, Panels und jede Menge Musik in Amsterdam.

Alle Bilder gibt es in unserem ADE Special.
Außerdem folgen noch eine Reihe an spannenden Interviews mit unter anderem Richie Hawtin, Paul van Dyk und Tom Novy. Watch out!
Eine ziemlich coole Idee, wie anscheinend viele fanden. Der Laden war binnen Minuten komplett gefüllt, so dass bereits nach kurzer Zeit ein Einlassstop verhängt wurde. Und auch die holländische Polizei wurde auf das Mode-Musik-Event aufmerksam. Die Konsequenz: Die lodernde Party musste bereits eine Stunde vorm offiziellen Ende abgebrochen werde. Wirklich schade.
Eine Musikmesse bringt natürlich auch reichlich Partypotential mit sich – und das verteilte sich auf vierzig Clubs quer durch Amsterdam. Mit dabei waren unter anderem MN2S, Stealth, Flamingo Nights, Armada, Best of Paul van Dyk, Minus, Cocoon und noch viele, viele mehr. Minus kredenzte mit ADE-Sponsor Gsus eine Labelparty im Flagship Store des Kleidungslabels mit dem passenden Namen Gsus Instore.
Aber auch andere Panels waren durchaus interessant. Bei The Radio Edit schlug sich unser Hans Nieswandt neben amerikanischen Radio-Größen ziemlich wacker. A Journey From Vinyl to Console behandelte das aktuelle Thema DJ Hero, das auch bei den DJs vor Ort das Kind im Manne weckte. Und auch virtualnights war bei einem Panel vertreten. Geschäftsführer Marcus Lerche (Bild oben, Mitte) stellte sich dem Thema To App or not to App. Das bot sich natürlich nach dem erfolgreichen Launch unserer I-Phone-Applikation an.Zurzeit entwickelt er eine DJ-Applikation, mit der er die Leute noch mehr visuell an die Musik bin will. Dabei soll in Realtime gezeigt werden, was Richie Hawtin gerade an den Reglern macht. Er möchte, dass elektronische Musik genauso erlebbar wird, wie es Gitarrenmusik schon immer ist. Auch sieht er Twitter als Tool, das man bald in die Clubszene einbinden kann, eventuell um die Tracklist direkt und live aus dem Club zu twittern oder Grußnachrichten und Feedback an Leinwände zu projizieren. Und auf die Frage, wieso Richie von Vinyl auf MP3 umgestiegen ist antwortete das sympathische Minus-Labelhead: „Anfangs war es sehr schwer für mich. Ich dachte mir, kann ich das überhaupt machen? Irgendwann aber faszinierten mich die vielen Knöpfen, die ich nach kurzer Zeit ohne Nachdenken bedienen konnte. Das ist Zukunftsmusik!“ Recht hat er.
Eines der Panel-Highlights war auch in diesem Jahr wieder das Panel um Richie Hawtin, Das Minus Labelhead debattierte mit Dave Haynes (Soundcloud, GB), Jason Pook (Pioneer) und Terry Weerasinge (Native Instruments, DE) über die Musik und deren Möglichkeiten in der Zukunft. Der selbsternannte Technikfreak zeigte dabei mal wieder, wie ausbaufähig die elektronische Musik noch ist.An vier Tagen trifft sich in Amsterdam so ziemlich alles und jeder, der mit der elektronischen Musikkultur etwas zu schaffen hat: angefangen bei einer Reihe an Journalisten und Schreiberlingen über Produzenten, DJs und Labelmacher bis hin zum Radiomoderator und DJ von nebenan. Wichtig hierbei ist und bleibt die familiäre Atmosphäre, in der hier "Business gemacht" wird. Die Karten sind begrenzt und daher auch schnell vergriffen. Und obwohl der diesjährige ADE auf eine weitere Location expandierte, war auch die vierzehnte Ausgabe bereits nach ein paar Wochen ausverkauft.Viele Leute, die nicht allzu viel mit elektronischer Musik zu schaffen haben, fragen sich: Was ist überhaupt dieser Amsterdam Dance Event? Und was soll dieser Hype darum? Nun ja. Der Amsterdam Dance Event oder ADE ist seines Zeichens die führende Messe im elektronischen Musik Business weltweit und nebenbei auch noch das größte Clubevent rund um den Globus.
Alle Bilder gibt es in unserem ADE Special!








