Thema: FZW

Review: Juli "In Love" mit Dortmund

Alt geworden sind sie noch lange nicht.

Aber es war nicht nur die Band Juli an sich, die das FZW an diesem Abend rockte, das ganze Drumherum machte Spaß.
Man merkte: Juli legen für ihre Touren viel Liebe ins Detail. Eine LED-Wand, die im Hintergrund beeindruckende Lichtsignale setzte, entzückende Ideen, wie Riesenballons, die in die Menge geschleudert wurden, abgefeuerte Luftschlangen – und nicht zuletzt Evas reizende Art mit ihren Fans zu spielen, lassen einfach nur hoffen, dass Juli sich bis zu ihrem nächsten Album nicht wieder vier Jahre Zeit lassen!

Erwähnen müssen wir an dieser Stelle, dass es traurig und unfassbar schade ist, dass ein Konzerthaus, wie das FZW, das in seiner kleinen, schnuckeligen Art so selten ist und Auftritte auch größerer Bands – vor kurzem spielten Underworld in den Räumlichkeiten des Freizeitzentrum West – einen privaten Charakter verleihen, den man in den Westfalenhallen nie erleben würde, in seiner Existenz bedroht ist. Die freien Mitarbeiter des FZW fordern: „Wir fordern den Oberbürgermeister der Stadt Dortmund, Ullrich Sierau, auf, sein Wahlversprechen einzulösen, dass er kurz vor der Wahl gegeben hat, und dass FZW nicht zu privatisieren.“ Zu Recht!


Nicht vorbei kamen Eva Briegel und ihre Jungs Jonas Pfetzing, Simon Triebel, Andreas Herde und Marcel Römer daran, die Klassiker Perfekte Welle oder Geile Zeit einzuspielen, die für rege Begeisterungsstürme im übrigens überraschend älteren Publikum sorgten. Das bewegte sich nämlich in der Altersklasse zwischen 25 und 40 Jahren. Und auch wenn es immer heißt, Juli sei nur was für Frauen: Unsinn! Der Männeranteil konnte sich sehen lassen.

„Wir sind alt geworden“, mit diesen Worten begrüßte die fast 32-jährige Frontfrau das Dortmunder Publikum im FZW. Gleich nach dem Opener Immer wenn es dunkel wird reichte Eva zudem eine Entschuldigung für die lange Wartezeit hinterher. Angebracht, wie die meisten Fans wohl fanden, und ihre Zustimmung lauthals zu verstehen gaben. Dass Juli „erwachsen“ geworden sind, deutete sich mit dem neuen Album In Love bereits an, das im September erschien. Mit ungewohnt vielen Facetten, die von ruhigen Balladen wie In Love oder Jessica bis hin zu echt rockigen Nummern wie u.a. Süchtig oder Elektrisches Gefühl reichen, hat Juli sich wieder neu erfunden, ohne dabei von ihrem Stil abzuweichen.

„Eva, Eva“, so schallte es aus den ersten Reihen. Man merkte es unverweigerlich: Die Band Juli hatte ihre Fans viel zu lange warten lassen. Vier Jahre lagen zwischen den beiden Alben, eine lange Zeit, in der viel passiert ist. Frontfrau Eve Briegel hatte in der Zwischenzeit Nachwuchs bekommen. Vielleicht auch das ein Grund für ihr eher unglamouröses Outfit und die zerzausten Haare.

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