Thema: Festival
Rock am Ring 2013: Chaos danach
Fans hinterlassen Müllberge.

Rock am Ring, das heißt: acht Tage lang Campen und drei Tage Festival-Action nonstop. Während sich die ausgepowerten Partygäste längst wieder auf dem heimischen Sofa aalen, sind die Veranstalter noch lange nicht fertig. Über 600 Tonnen Müll blieben an der Rennstrecke des Nürburgring zurück. Die Aufräumarbeiten dürften also noch einige Tage in Anspruch nehmen.
Dabei sehen sich die Helfer nicht nur mit leeren Bierdosen oder Essenresten konfrontiert, sondern auch andere Sachen, die die Besucher nicht mehr mit nach Hause nehmen wollten. Dazu gehören alte Zelte und Pavillons, kaputte Kühlboxen, Liegen, Stühle, Grills und Grillkohle, Bierfässer, Kartons, Fernseher oder auch Kleidungsstücke. Das alles, obwohl es bei Rock am Ring seit 1998 ein Müll-Pfandsystem gibt.
Der Eintrittspreis enthält auch fünf Euro Müllpfand - beim Betreten des Geländes werden dann Mülltüten überreicht. Wer beim Verlassen des Festivals volle Säcke zurückbringt, der bekommt seinen Pfand zurück. Außerdem bietet das Festival das so genannte "Green-Camping" an. Wer auf den ausgewiesenen Flächen campen will, der muss sich nicht nur anmelden, sondern verpflichtet sich gleichzeitig dazu keinen Dreck zu hinterlassen. Offensichtlich interessieren sich nicht alle der knapp 85.000 Festivalgänger dafür.
Bild: Flickr / byteschieber








