Thema: Ruhr

Ruhr 2010 - die ersten Highlights!

Die Metropole Kulturhauptstadt und ihre interessantesten Projekte.

Der offizielle Festakt:
Am 9. Januar fällt der Startschuß. Im Rahmen einer Eröffnungszeremonie auf dem Welterbe Zollverein wird nach einer Rede von Bundespräsident Köhler ein pompöses Feuerwerk stattfinden und den bunten Reigen eröffnen.

Das Ruhr-Museum:
Ab dem 10. Januar gewährt das Ruhr-Museum in der ehemaligen Kohlenwäsche der Kokerei Zollverein Einlass. In endlos erscheinenden Räumlichkeiten wird hier die Gegenwart, das kulturelle Gedächtnis der Region Ruhr sowie die Geschichte der Industrialisierung beleuchtet.

Die SchachtZeichen:
Das ganze Jahr über werden bei dieser sich über eine Fläche von 4.000 km² erstreckenden Kunstaktion knapp 400 gelbe Heliumballons in einer Höhe von 10 Metern an Standorten schweben, die einen Bezug zur Geschichte des Bergbaus in der Region haben.

Die Neueröffnung des Folkwang-Museums:
Der Neubau des Stararchitekten David Chipperfield wird am 30. Januar im Rahmen einer Feier eröffnet. Im Einklang mit dem denkmalgeschützten Altbau wird hier viel Wert auf den Einfluß natürlichen Lichts gelegt, womit die exzellente Sammlung des Folkwang noch besser zur Geltung kommt.

Still-Leben Ruhrschnellweg:
Am 18. Juli wird eine in dieser Form einmalige Veranstaltung stattfinden. Die A40, ihres Zeichens Hauptverkehrsader des Ruhrgebietes, wird für einen Tag stillstehen, jedoch wird der Puls weiterhin schlagen, nur diesmal wird er nicht von sich endlos schlängelnden PKW-Massen diktiert, sondern von den Menschen, die an der mit 60 km längsten Tafel der Welt speisen. 20.000 Tische werden in Fahrtrichtung Duisburg ihren Platz auf der Autobahn finden, die ansonsten täglich von über 100.000 Fahrzeugen überquert wird. Auf der Spur Richtung Dortmund hingegen darf man mit allem, was Räder, jedoch keinen Motor hat, die A40 befahren.

2-3 Straßen:
Duisburg, Dortmund und Mülheim warten seit Ende 2009 mit einem innovativen Konzept auf: Bei 2-3 Straßen wird in jeweils einer Straße pro Stadt ein Teil der Wohnungen kostenlos an Freiwillige vermietet, die jedoch im Zusammenspiel mit den alten Mietern eine neue soziale Situation etablieren und über diese auch per Tagebuch der Öffentlichkeit Bericht erstatten. Internetcafes in den entsprechenden Bezirken geben Aussenstehenden die Möglichkeit, auf die neue Wohnsituation Bezug zu nehmen und versprechen ein spannendes interaktives Erlebnis und einer Neudefinition des Begriffes "Wohnraum". Die gesammelten Texte werden nach 2010 in einem Literaturverlag erscheinen.

MELEZ.Festival:
Oktober 2010 wird eine recht ungewöhnliche Zugfahrt durch das Ruhrgebiet stattfinden. Das MELEZ.Festival ist ein mobiles Happening, bei dem auf der Schiene ein interaktives kulturelles Geflecht aus Studio, Atelier, Labor und Plattform erwächst, welches der Kreativität Raum zur Entfaltung bietet. Vier Wochen wird im Zug selbst und auf Bahnhöfen musiziert, getanzt, gesungen, ausgestellt und der Kunst ein Zuhause gegeben. Der fulminante Abschluß dieses Experimentes wird Ende Oktober in der Jahrhunderthalle in Bochum sein.

Das ist nur ein kurzer Ausblick auf einige der spannenden Dinge, die sich 2010 in der Kulturhauptstadt Europas ereignen werden. virtualnights wird zeitnah über die Events berichten und natürlich auch immer mit unseren Fotografen vor Ort sein, um alles in Bildern festzuhalten.

Am 9. Januar 2010 fällt der Startschuß für ein Jahr, in dem 53 Kommunen zur Metropole Ruhr erwachsen und spätestens dann das ewige Image abgeschüttelt haben, mit dem dieser Teil Nordrhein-Westfalens vielleicht noch schwerer zu kämpfen hat als der Münchener mit dem Vorurteil, er sei mit der Maß in der Hand und dem Gamsbart am Hut geboren: dem Bild der Zechensiedlungen, in denen kohlrabenschwarz verschmierte Bergleute singend unter Tage wandern und "Glück auf!" das Sprachbild dominiert.

Wir haben schon einmal vorab für Euch einige der Highlights 2010 zusammengetragen:Moment einmal! Vielleicht wäre es nicht schlecht, hier noch einmal neu anzusetzen, denn wir (ja, die Redaktion ist hier heimisch und dementsprechend lokalpatriotisch) haben doch mehr als genug zu bieten: Infrastruktur im Wandel der Zeiten, eine lebendige Kunstszene, Museen, eine Philharmonie, die ihresgleichen sucht. Essen und Umgebung sind prall gefüllt mit Kultur, die künstlerische Ader pocht und die über 5 Millionen Bewohner des drittgrößten Ballungsgebietes Europas fiebern diesem Großereignis entgegen wie einst der WM 2006.


Welche Erwartungshaltung! Wie einst Atlas (um einmal die Kultur zu bemühen, denn die ist ja Dreh- und Angelpunkt) den Himmel auf den Schultern zu tragen von den Göttern verpflichtet wurde, hat sich auch Essen zusammen mit der Region Ruhr eine schwere Bürde aufgelastet, denn als Kulturhauptstadt 2010 steht man natürlich im Zentrum des europäischen Interesses und um dem gerecht zu werden...

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