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Russen jagen Schwule

Videos von Demütigungen.

Homosexualiät. Ein wichtiges Thema in der heutigen Zeit, leider aber noch immer weitestgehend Diskrimination ausgesetzt. In Russland sorgt ein neues Gesetz jetzt besonders für Aufsehen. Dieses soll angeblich Kinder schützen, diskriminiert aber tatsächlich Schwule. Neonazis schieben nun den Kinderschutz vor, um auf Homosexuelle Jagd zu machen. Videos von Demütigungen stellen sie offen ins Netz.

Die Videos sind erschreckend: Russische Neonazis überfallen angebliche "Pädophile" , zwingen sie dazu, Urin zu trinken oder Fäkalien zu essen. Sie schlagen hemmungslos auf ihre Opfer ein und demütigen sie - alles vor laufender Kamera. Die Besagten wollen, so erklären sie es in Videos im Netz, die "Kinderschänder" von ihrer "Krankheit" Homosexualität heilen - und Russland von Schwulen "befreien". 


Sie locken ihre Opfer in die Falle, indem sie sich auf Dating-Plattformen als Schwule ausgeben, schlagen aber auch auf offener Straße zu. Angst vor Konsequenzen haben sie offenbar keine, die Täter zeigen sich jedenfalls stolz vor der Kamera. Auf zahlreichen Seiten und Netzwerken wie VK.com verbreiten sie die menschenverachtenden Videos. 

All diese angsteinflößenden Filme und massenhafte Neonazi-Propaganda scheinen bei VK.com kein großes Problem darzustellen. Offenbar müssten die Opfer selbst das Löschen der Videos beantragen, wozu sie nach den öffentlichen Demütigungen wohl kaum noch im Stande sind. Gewalt gegen Homosexuelle ist in Russland nicht neu, aber durch die schwulenfeindliche Politik kann dagegen kaum angegangen werden, berichtet Polina Andrianova von der St. Petersburger Organisation Coming Out. Nicht zu fassen, dass es so etwas in der heutigen Zeit überhaupt noch geben kann.


Bildquellle/Flickr DJ_HirnRiss tellmewhat2

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