Themen: Telekom, Internet, Kunden

Schluss mit Internet-Flatrates?

Telekom beginnt, andere folgen.

Für viele von uns ist die Internet-Flatrate eines der schönsten Dinge. Wir können so viel chatten, online spielen und surfen, wie wir wollen und bezahlen einen festen Preis. Doch einige Anbieter wollen sich mit dem Einheitspreis scheinbar nicht mehr zufrieden geben. Die Telekom ist der erste Anbieter, der die DSL-Flatrate abschafft, andere scheinen diesem Beispiel folgen zu wollen.

Flatrates sind eine tolle Sache. Egal, wie viel wir surfen oder telefonieren, wir bezahlen nie mehr als den Festpreis. Ein Vertrag ohne Flatrate ist heute schon fast undenkbar. Jetzt plant die Telekom neue DSL-Tarife, das bestätigte der Anbieter gegenüber stern.de.

Was bedeutet das?
Alle Telekom-Kunden müssen bald entweder auf schnelles Internet verzichten oder draufzahlen, denn ab einer bestimmten Datenmenge wird die Geschwindigkeit auf ein Minimum reduziert (384kbit). Was einige von uns bisher bloß vom mobilen Internet kannten, ist dann auch bei PC und Laptop der Fall. Das hat vor allem starke Auswirkungen für die Online-Zocker, da sich die Seiten erheblich langsamer aufbauen. Allerdings gilt das Limit nicht für alle Internetseiten: Wenn der Betreiber eine Kooperation mit der Telekom hat, werden diese Seiten wie gewohnt geladen und leiden nicht unter der Drosselung. 

Warum hat sich die Telekom dazu entschieden?
"Der Vorteil ist, dass nur die Kunden mehr zahlen müssten, die tatsächlich mehr Volumen beanspruchen", so die Telekom in einer Stellungnahme vom 22. April 2013. Außerdem wolle man dem Kunden auch in Zukunft das beste Netz bieten, wozu bereits Milliarden investiert würden. "Immer höhere Bandbreiten lassen sich aber nicht mit immer niedrigeren Preisen finanzieren. Den Kunden mit sehr hohem Datenaufkommen werden wir in Zukunft mehr berechnen müssen". Wann genau die Telekom diese Änderung umsetzt, ist noch nicht klar. Zum 2. Mai 2013 werden zunächst die neuen Verträge angepasst. Bestehende Verträge sind davon nicht betroffen. Vor 2016 brauchen wir wohl eher nicht mit einer kompletten Umstellung zu rechnen.

So wie es aussieht, wird es aber nicht nur bei der Telekom bleiben. Kabel Deutschland hat bereits seit einiger Zeit sogenannte "Volumenklauseln" in ihren Verträgen. Auch Vodafone soll laut netzpolitik.org Drosselungspläne haben. 



Bild: Marko Greitschus  / pixelio.de

Quelle:
blogs.telekom.com telekom.com

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