Thema: Roaming
Schluss mit teurem Daten-Roaming!
Auslandsgebühren sollen abgeschafft werden.

Wie war das noch mal? Internet ausschalten bevor die Grenze überquert wird? Im Urlaubsstress kann das natürlich schnell vergessen werden und - schwups - liegt eine dicke Rechnung bei der häuslichen Rückkehr auf dem Tisch. Schon viele durften für den teuren Spaß im Ausland - gewollt oder nicht - blechen. Aber damit soll jetzt Schluss sein.
EU-Kommissarin Kroes will dem Daten-Roaming nämlich ein Ende machen. Monilfunktanbieter sollen demnach durch Allianzen mit ausländischen EU-Anbietern, ihre Auslandszuschläge bis Juli 2016 schrittweise abschaffen. „Wer im Ausland telefoniert, soll dann genauso viel bezahlen, als wenn er in Deutschland wäre“, sagt EU-Digital-Kommissarin Neelie Kroes (71) zu BILD. Im Klartext heißt das, dass jeder der in ein anderes EU-Land reist, vom dortigen Mobilfunkanbieter künftig einen Kurzvertrag angeboten bekommen soll. Der Kurzvertrag soll dann per Knopdruck ganz einfach abzuschließen sein und damit dem Reisenden das Telefonieren und Simsen zum Inlandstarif in dem jeweiligen EU-Staat ermöglichen. Je nach Handyvertag und Land könnten somit bis zu 20 Cent pro Minute eingespart werden.
Ein weiterer positiver Aspekt: Es bleibt bei einer Monatsrechnung auf der die Kosten der eigenen Mobilfunkanbieter und der im EU-Ausland aufgeführt sind. Würden die Mobilfunkanbieter an ihren Auslandsgebühren fest halten, könnten sie auf Dauer viele Kunden verlieren. Daher sehen viele Experten die Gefahr, dass die Firmen sich die verlorenen Einnahmen auf anderem Weg wieder zurückholen. Ein Umverteilungseffekt könnte demnach zu Stande kommen.
Außerdem sollen die bislang existierenden Roaming Gebühren bis 2014 erneut gesenkt werden. Für eingehende Gespräche sollen gar keine Kosten mehr erhoben werden. Der Entwurf sieht des Weitern auch vor, dass Erstvertragsbindungen keine 24 Monate mehr andauern dürfen, sondern Anbieter dazu verpflichtet werden, auch 12-monatige Vertragslaufzeiten anzubieten. Zuletzt soll auch dafür gesorgt werden, dass die Kosten von Festnetzverbindungen zwischen EU-Ländern nicht teurer sein dürfen als Fernverbindungen innerhalb des eigenen Landes.
Bildquelle/Flickr InternewsEurope futurestreet








