Thema: Sex
Seitensprung-Phänomen: Gehen Männer deshalb häufiger fremd?
Im Tierreich gibt es eine ganz einfache Begründung für Untreue.

Fremdgehen ist für die meisten ein absolutes No-Go und trotzdem tun es so viele. Eine Umfrage von Parship zeigte, dass sich das Klischee, dass Männer häufiger einen Seitensprung wagen, bestätigt: 25 Prozent aller Männer gaben an, schon mindestens einmal untreu gewesen zu sein und nur 13 Prozent der Frauen. Angeblich gibt es dafür einen Grund.
Manche Leute behaupten, dass Monogamie nur ein Konstrukt ist, das niemals funktionieren kann und jeder den Drang hat, fremdzugehen. Aber stimmt das wirklich? Zumindest gibt es ein Seitensprung-Phänomen, das im Tierreich begründet ist: den Coolidge-Effekt.
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Mit dem Coolidge-Effekt bezeichnen Wissenschaftler den wachsenden Widerwillen von Männchen immer nur Sex mit demselben Weibchen zu haben, wie der Focus schreibt. So zeigen Experimente mit Ratten beispielsweise, dass ein Männchen mit großer Lust ein Weibchen bespringt, wenn sie zusammen in einem Käfig sind. Nach ein paar Malen Sex ebbt das Interesse des Männchens ab. Kommt jedoch ein neues Weibchen hinzu, ist die Libido wieder so stark wie Anfangs bei der ersten Rattendame.
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Evolutionsbedingt ist das natürlich eine sinnvolle Überlebensstrategie, mit der gesichert wird, dass die eigenen Gene in einem größtmöglichen Umfang weitergegeben werden. Doch diese genetische Vielfalt ist im Tierreich oft deutlich stärker vertreten, als der Wunsch nach einer harmonischen Zweierbeziehung, wie es bei den Menschen in der Regel der Fall ist. Daher ist es umstritten, inwiefern sich der evolutionäre Druck auch auf menschliche Männer auswirkt.
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