Sexuell belästigt: Taylor Swift gewinnt vor Gericht – und bekommt 1 Dollar Schmerzensgeld
Warum das Urteil so wichtig für Frauen ist.

In den letzten Wochen stand Taylor Swift vor Gericht – nicht als Angeklagte sondern als Klägerin. Der Vorwurf: Bei einem Fototermin habe ein Radiomoderator sie gegen ihren Willen am Po begrapscht. Die Jury gab laut CNN der 27-Jährigen recht und das Gericht sprach ihr ein Schmerzensgeld in Höhe von einem Dollar zu.
Ein Dollar: Das klingt verdammt wenig in einem Land, in dem Schmerzensgelder oft in die Millionenhöhe gehen. Um die Kohle ging es Swift bei dem Prozess allerdings nicht. Doch von Anfang an:
Im Juni 2013 soll der Radio-DJ David Mueller der Sängerin bei einem Fototermin unter den Rock gegriffen und ihren Po angefasst haben. Dies haben vor Gericht mehrere Zeugen bestätigt. Auch Swift sagte aus, dass es ein „sehr langes Grapschen“ gewesen sei. Kurz nach dem Vorfall war Mueller seinen Job los, da Swifts Management sich telefonisch bei dem Sender beschwert hatte.
2015 verklagte Mueller die Managerin, die gleichzeitig auch Swifts Mutter ist, auf stolze drei Millionen Dollar Schmerzensgeld, weil er gefeuert wurde. Darauf folgte die Gegenklage des US-Stars. Swift forderte für die sexuelle Belästigung durch Mueller einen Dollar Schmerzensgeld und setzte damit ein Zeichen: Frauen können und sollen sich gegen sexuellen Missbrauch wehren.
Bereits in der letzten Woche entschied das Gericht, dass Swifts Management nicht nachweislich für die Entlassung des Radio-DJs verantwortlich ist. Gestern fiel dann die Entscheidung, dass Mueller der 27-Jährigen einen Dollar Schmerzensgeld zahlen muss.
Foto: Tinseltown/Shutterstock.com








