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So brutal wie ein Herzinfarkt: Warum wir unter Regelschmerzen so leiden

Das Leiden ist real!

So brutal wie ein Herzinfarkt: Warum wir unter Regelschmerzen so leiden: Das Leiden ist real!
Quelle: Marcos Mesa Sam Wordley/shutterstock.com

Viele Frauen leiden sehr unter dem sogenannten PMS, also dem prämenstruellen Syndrom. Hierbei treten körperliche, aber auch psychische Beschwerden vor dem Eintreten der Periode auf und das bis zu 14 Tage vor Einsetzen der Blutung. Doch während PMS meist schnell wieder verschwindet, plagen manche Mädels dann erst recht die eigentlichen Regelschmerzen und für einige fühlt sich das so schlimm an wie ein Herzinfarkt.

Bisher wurden Frauen an ihren „besonderen Tagen“ wegen Stimmungsschwankungen und leicht reizbarer Gemüter belächelt, doch dass die Frauenwelt mit weitaus mehr als Krämpfen und Unterleibsschmerzen zu tun hat, bestätigen nun auch Experten. Demzufolge ist der Schmerz, den manche Frauen während ihrer Tage empfinden, mit denen eines Herzinfarkts vergleichbar, wie auch Miss.at berichtet. Die sogenannte Dysmenorrhoe ist ein weit verbreitetes und unterschätztes Problem.

Gif via giphy.com
Eine von fünf Frauen leidet an dieser besonders heftigen Form von Regelschmerzen, die bisher kaum erforscht ist.  Betroffene werden meist mit der Verschreibung von Schmerzmitteln abgespeist, während auf die Ursachen der Schmerzen im Rahmen einer gynäkologischen Untersuchung eher selten eingegangen wird. Im Interview mit dem News-Portal Quartz berichtet John Guillebaud, Professor am University College in London, dass Regelschmerzen „annähernd so schlimm wie ein Herzinfarkt“ sind. Die Verschreibung von Schmerztabletten sei ihm zufolge daher nicht ausreichend und lediglich eine oberflächliche Form der Behandlung.

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Weiterhin müsse zwischen primärer und sekundärer Dysmenorrhoe unterschieden werden: Primäre Regelschmerzen werden laut gängiger Fachliteratur durch körpereigene Botenstoffe ausgelöst, die ein Zusammenziehen der Gebärmutter-Muskulatur bei der Abstoßung der Gebärmutterschleimhaut hervorrufen. Andere Experten bringen das Auftreten der Schmerzen wiederum mit einer Entzündung der Gebärmutter und der verstärkten Durchblutung des Uterus während der Periode in Verbindung. Die genaue medizinische Ursache ist nach wie vor ungeklärt. Der sekundäre Regelschmerz ist hingegen eine Folge organischer Veränderungen oder Erkrankung, beispielsweise im Fall einer Endometriose. In der Praxis ist die Unterscheidung der beiden Schmerzzustände schwierig. Oftmals leiden viele Frauen mit starken Regelschmerzen an nicht diagnostizierter Endometriose.

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