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Spacebar-App: Konzert-Stream live!

Lady Gaga und Kayne West begeistert.

Oft ist es doch so: Lady Gaga oder ein anderer Star gibt ein Konzert in den Staaten und wir können wieder nicht dabei sein, weil es einfach zu weit weg ist. Die Spacebar-App soll das jetzt aber ermöglichen und bringt die Live-Konzerte auf eurer Smartphone.

Die Idee an sich, Konzerte via Webcast über das Internet zu den Usern nach Hause bringen, ist nicht neu. Auch Dienste, wie Youtube oder Ustream, versuchten sich bereits an einem solchen Konzept. Allerdings waren die Bereitstellungskosten höher, als die eigentlichen Einnahmen. Mit Spacebar soll das aber nicht der Fall sein. Ganz besonders unbekannte Künstler könnten von dieser App provitieren.

Das Prinzip scheint einfach zu sein: Das iPhone wird mit dem Masterausgang des Mischpultes gekoppelt und schon kann der Mitschnitt in die ganze Welt gestreamt werden. Der Künstler kann dabei selbst entscheiden, ob er sein Konzert kostenlos anbietet oder einen "Eintritt" verlangt. Die Fans wiederum haben die Möglichkeit, dem Act Trinkgelder (,,Tips“) zukommen zu lassen. Von den Einnahmen zweigen sich zunächst Apple, der Locationbetreiber und der App-Entwickler ihren Anteil ab. Den Rest bekommt dann der Konzertgebende. Zwar soll "Spacebar" vor allem jungen und unbekannten Künstlern dienen, ihre Musik unter die Leute zu bringen, aber auch bekannte Stars, wie Lady Gaga und Kanye West planen bereits in diesem Jahr einige ihrer Konzerte über diese App zu verbreiten.

Jedoch bekommt die App Kritik aus den eigenen Reihen. Die Musikindustrie sieht bereits jetzt die Gefahr, dass durch die App Konzertbesucher ausbleiben könnten. Seitdem es illegale Musikdownloads gibt, haben die Manager, Konzertagenturen und Labels ihre ganze Hoffnung in die Live-Events gelegt. Schließlich nehmen die Künstler heutzutage mehr Geld durch Konzerte ein, als durch CD-Verkäufe.

Die App könnte die Einnahmen in diesem Branchenzweig senken. Bisher ist die App nur auf iOS erhältlich, doch auch eine Android-App soll bald folgen. Wer jedoch seinen Star bei einem Auftritt auch sehen will, wird wohl weiterhin Konzerte besuchen. "Spacebar" überträgt bisher nämlich den Ton, aber kein Bild.

Bilquelle: Flickr / moarplease / Yutaka Tsutano

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