strom. mit Tanith im Waagenbau

Im Juni ist es nach über einem Jahr endlich soweit, DJ Tanith aus Berlin, eine der schillernsten Figuren der deutschen Technoszene,
ist wieder zu Gast bei der strom.-Crew im Waagenbau. Der wohl grösste Protagonist des Undergroundtechno und ehemalige Herr der
fiesen Töne stand bereits 1987 als Resident im Berliner Club UFO und den legendären Tekknozid-Parties von Wolle XDP an den
Plattentellern. 1991 zog es ihn in den Berliner Club Tresor, wo er zusammen mit Rok und Jonzon zu den allerersten Residents überhaupt
wurde. Tanith ging nie mit der musikalischen Mode und immer wenn etwas populär wurde, zog es ihn in eine andere musikalische Richtung.
Wir können uns also wieder auf ein garantiert abwechslungsreiches Set freuen, Techno, Acidhouse, Break, Tekkno lassen wir uns
überraschen, was er dieses Mal aus seinem Plattenkoffer zaubert. Doch damit nicht genug, auf dem ersten Flur unterstützen noch die
Residents Tom Trevor und Lars Jebe, den zweiten Tanzraum haben Gesine Pertenbreiter (Female Pressure/strom.) und Comfyraver
(Whatever-Report) mit Drum´n`Base und Breaks fest in der Hand..
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Tanith (www.tanith.org)
Aufgewachsen ist Tanith in einer kleine Stadt in der Nähe von Wiesbaden, damals beschrieb er seine Identität als Punk. 1984 absolvierte er seine
ersten Dj-Gigs und spielte Sachen wie Einstürzende Neubauten, Throbbing Gristle oder Nitzer Ebb. 1987 zog es ihn nach Berlin und fand dort seinen
Sound von dem er nicht mehr loskam, Acidhouse. Ein erster Auftritt im legendären UFO in Berlin bereitete ihm gleich seine eigene Nacht als dortiger
Resident und wurde zu den ersten Tekknozid-Parties von Wolle XDP gebucht. Nebenbei als Journalist für die Frontpage tätig, wechselte Tanith 1991 vom Ufo zum Tresor und gehörte dort mit Dj Rok und Jonzon zu den allerersten Residents überhaupt. Im gleichen Jahr gründete er mit Jürgen Laarmann eines der ersten Berliner Technolabel (Bash), das den typisch Berliner Technosound der ersten Stunde gewidmet war. 1991 auch der erste Auftritt bei der Mayday, auch dort wurde er Resident.
Im folgenden Jahr spielte er als allererster deutscher Dj in England auf dem Universe Rave und bringt damit Hardcore nach UK und wurde dort prompt als Dj of the month im ID-Magazin und im Face gekürt..1996 propagiert Tanith einen neuen Sound, den er als Bastard zwischen
Techno und Triphop versteht, ein Forum bietet ihm der Skulls und Crossbones Club im Berliner E-Werk, den er zusammen mit Timing
betreibt. Tanith verlässt auf spektakuläre Weise die Mayday, da er der fortschreitenden Kommerzialisierung nicht mitmachen möchte, sein letztes
Set beendet er mit Haus der Lüge von den Einstürzenden Neubauten. Das Nature One Festival findet zum ersten male statt, seitdem ist Tanith dort Resident und kann dort in einem eigenen Bunker zusammen mit Timing Breakbeats featuren. 1997 produziert er zusammen mit Oliver Kuntzer von Genlog Sounds for da new generation, die Debutsingle Bronco erscheint auf dem selbst gegründeten Label Timing Recordings und schafft es sogar unter die Top 20 der Dancecharts. Im darauf folgenden Jahr fertigt er Remixe für die Blind Passengers und Rammstein, woraufhin er mit Timing Recordings bei Motor Musik in Hamburg gesignet wird. 1999 erscheint sein erstes Album Still und Tanith widmet sich wieder verstärkt seiner aktualisierten Version von Techno, gründet sogar ein erstes eigenes Label Bash Again um dieses zu unterstreichen.. 2000 geht die Bashtour an den Start und avanciert mit 28 Terminen zu einer der größten Touren durch deutsche Lande. Zusammen mit seinen Mitstreitern Thomas P. Heckmann, Thomas Schumacher, Rob Acid und Mijk van Dijk propagiert man wieder Techno pur.








