Thema: James

The Great Western

1. That's No Way To Tell A Lie
2. An English Gentleman
3. Bad Boys And Painkillers
4. On Saturday Morning We Will Rule The World
5. Run Romeo Run
6. Still A Long Way To Go
7. Emigre
8. To See A Friend In Tears
9. Say Hello To The Pope
10. The Wrong Beginning
11. Which Way To Kyffin

www.jamesdeanbradfield.de

Ohne Frage stellt das Album für James eine Verbindung zu seiner Vergangenheit in Wales her, inklusive ihrer Hoch- und Tiefpunkte. Und genauso erwachsen und nachdenklich, wie sich das anhört, ist auch “The Great Western“. Gleichzeitig finden sich hier aber auch dieselbe Begeisterung für Melodien, das Bedürfnis nach kraftvollen Akkorden und die unbändige Lebensgier, die dem Musiker fünfzehn Jahre lang seinen Platz an der Britrock-Spitze gesichert haben.
Ob ihm sein Solo-Testlauf Lust gemacht hat, bald wieder im Alleingang zu arbeiten? Er habe erst vergangene Nacht das Album gemastered, seufzt James auf die Frage hin, „Aber mir ist auch klar geworden, dass es mir viel Spaß gemacht hat. ‘Words and Music by James Dean Bradfield’ schwarz auf weiß zu sehen macht mich sehr glücklich. Immerhin habe ich ein bisschen von meiner Unsicherheit verloren.“
Sein Debütalbum “The Great Western“ zeigt sich ebenso als verspätete Absichtserklärung wie auch als eine heroische musikalische Denkschrift, in der eingängige Klangspielereien im Stil des 1996er Longplayers “Everything Must Go“, der wasserdichte Punkrock von “The Holy Bible“ (1994) sowie die begierige Lebenslust, die bereits auf dem Manics-Debüt “Generation Terrorists“ (1992) zu spüren war, luftdicht in elf selbstbewussten, passionierten und zeitgemäßen Rock-Tracks verpackt sind. Ganz bewusst sei der größte Teil des Werks in kleinen Studios aufgenommen werden: Zum einen im Ost-Londoner Stadtteil Hoxton und zum anderen in Cardiff (wo die Manics bereits “The Holy Bible“ produziert haben). Vor allem die verhüllte, düstere Qualität und die Spur Siebziger-Jahre machen Aufnahmen in kleinen Räumen für James interessant. Nach beinahe zwei Jahrzehnten voller Furore und Verwirrungen, in denen Träume gleichermaßen wahr geworden wie gescheitert sind und Inspirationen und Hingabe, Triumph und Verlust sowie Schmerz und Humor heftig aufeinander prallten, fassten die Manic Street Preachers schließlich den Entschluss zu einer (wenn auch kurzen) Pause. „Nach “Lifeblood“ (2004) haben wir uns dazu entschlossen, dass die Leute eine Weile Ruhe von uns haben sollten. Es passt eigentlich nicht zu uns, dass wir von selbst Abstand suchen. Seit Jahren ist von einer Manics-Auflösung die Rede, wir selbst haben aber nie davon gesprochen. Wir fühlen uns immer noch wie eine Jugendclub-Band, auch wenn wir älter geworden sind“, so James Dean Bradfield.

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