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Thom Yorke: Kritik an Clubszene
Verlieren DJs an Leidenschaft?

In einem Interview mit dem Rolling Stone Magazin sprachen Thom Yorke und Nigel Godrich von der alternativen Rockband Atoms for Peace über alle möglichen musikalischen Themen. Unter anderem kam die Rede auf die aktuelle Clubszene und deren DJs. Und davon zeigte sich Thom, der hin und wieder auch selbst gerne auflegt und bereits mit unter anderem Modeselektor zusammenarbeitete, alles andere als begeistert.
So findet er es traurig und regelrecht deprimierend, dass manche DJs heutzutage nur noch aufs Geld ausseien. Außerdem missfällt es ihm, dass die Knöpfedrücker von heute einen Haufen Geld dafür bekämen, dass sie bloß Abend für Abend ihre gleichen Sets abspielen. Allerdings wundert es ihn auch nicht, denn die Clubgänger scheinen wohl gerade darauf zu stehen, sonst würden sie schließlich nicht so viel Geld zahlen, um DJs, wie David Guetta oder Avicii dabei zuzusehen, wie sie "einfach einen Knopf" abfeuern.
Umso mehr ist er ein Fan von The Gaslamp Killer beispielsweise. Der soll nämlich zwischen den Styles switchen, wie es ihm lieb ist - ohne dabei auf Meinung anderer zu achten. Aus purer Leidenschaft. Auch die Panorama Bar im Berghain Berlin wird von ihm gelobt, denn hier spielen die Leute nur „what they fuckin‘ wanted“.
Das ganze Interview könnt ihr hier nachlesen.
Auszug aus dem Interview:I have to say, I don't like a lot of the DJ culture that goes around it. I don't like this sort of, get paid a lot of money and the DJ comes and he just fucking does his set. Which is fine, 'cause he knows it works and he's worked hard at it – but sometimes, you're like, "Really? What, really?" I mean, my favorite DJ, if you're just talking about a performer, is Gaslamp Killer. I think he's fucking amazing, because he'll just switch styles and he just doesn't care. When I was in Australia, Mark Pritchard was talking about how for a lot of DJs, it's their main source of income, so they'll do what works, 'cause otherwise they don't get booked. So they don't take risks. But he was talking about how, like, in the Panorama Bar in Berlin, for example, and in Plastic People when it first started in London, and in Low End Theory [in L.A.], people would come in and play what the fuck they wanted, and they would switch styles, and that's the whole point!
Textquelle:Rollingstone








