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Tiefe Trauer: Gründer der Mayday verstorben
Westbam-Entdecker verlor gegen den Krebs.

Ohne ihn wäre Techno nicht das, was es ist. William Röttger entdeckte nicht nur das Techno-Urgestein Westbam und prägte die Loveparade, sondern war ebenfalls Gründer der Mayday und des Labels Low Spirit. Am vergangenen Wochenende verlor er nach langer Zeit seinen Kampf gegen den Krebs.
Am 4. März feiert die Techno-Legende Maximilian Lenz, besser bekannt als Westbam, seinen 50. Geburtstag. Zum Feiern wird ihm jedoch nicht zu Mute sein. Denn auch ihn erreichte am vergangenen Wochenende die Nachricht, dass sein guter Freund, langjähriger Manager und Mentor William Röttger verstorben sei. Doch nicht nur auf Westbam hatte Röttgers zu Lebzeiten einen großen Einfluss.
1986 gründete er zusammen mit den Lenz-Brüdern, dem Produzenten Klaus Jankuhn und Sandra Molzahn das Label Low Spirit. Fünf Jahre später wirkte der gebürtige Münsteraner bei der Organisation der aller ersten Mayday mit. Aber auch bei der Loveparade hatte Röttger in den 90ern seine Finger mit im Spiel und half bei der entscheidenden Entwicklung des Events. Den kommerziellen Höhepunkt dieser Ära stellte 1996 die Single „Sonic Empire“ von den Members of Mayday dar, mit der Low Spirit an die Spitze der deutschen Charts schoss.
2006 begann zog sich Röttger aus der Branche zurück. Er stellte den Betrieb von Low Spirit ein und verkaufte mit seinen Partnern die Rechte an der Mayday an i-Motion. Von da an widmete er sich hauptsächlich der Kunst und arbeitete als Galerist. Am 28. Februar, in der Nacht zum Sonntag, verstarb William Röttger in seiner Heimatstadt Münster im Alter von 66 Jahren nachdem er lange Zeit gegen seine Krebserkrankung ankämpfte. Westbams große Geburtstagsparty „Maxrave“ am 14. März wird Röttger leider nicht mehr miterleben können. Damit verliert die Techno-Szene in Deutschland einen ihre großen Pioniere. Unser tiefstes Mitgefühl gilt in diesen Stunden Familie und Freunden.
Foto: Screenshot Liebesstaenze via Myspace & virtualnights.com








