Thema: PayPal
Tim (25) verrät, wie du nie wieder Ärger mit nervigen Party-Schnorrern hast
„Irgendwann hatte ich einfach die Faxen dicke!"

Ganz ehrlich: Ich gehe unglaublich gerne mit meinen Kollegen feiern, einen richtig guten Burger essen oder auf Festivals. Wir sind sieben Leute und im Prinzip wie eine Familie, deshalb juckt es mich auch nicht, wenn ich ein paar Runden bezahle. Ich denke mir dann immer, es ist doch wie mit dem Karma: Am Ende kommt alles zurück. Nur Jan, der macht mich manchmal echt irre.
Ich erinnere mich noch sehr gut an das erste Mal, als ich mit Jan zusammen unterwegs gewesen bin.
Das muss jetzt drei Jahre her sein, wir sind damals auf einer Studenten-Party in irgendeiner chaotischen WG gelandet. Verrauchte Zimmer, 23 angebrochene Schnapsflaschen und ein klitzekleiner Balkon, auf den sich alle Raucher quetschten.
Nach dem dritten Pils nuschelte Jan mir über seinen Nudelsalat hinweg zu:
„Hatte gar keine Zeit mehr, mir Zigaretten zu kaufen. Kann ich eine von dir haben?“
Natürlich, kein Problem. Ich drehe ihm natürlich auch noch die vierte und fünfte Zigarette, ohne mir etwas dabei zu denken.
Zwei Wochen später. Wir wollen in den Club und treffen uns vorher alle bei mir. Lea, Tobi, Philip, Carina – alle bringen irgendetwas mit. Nur Jan kommt mit leeren Händen und zuckt nur kurz entschuldigend mit den Schultern. „Egal, wir haben ja sowieso genug“, denke ich mir und schiebe ihm einen Gin Tonic über den Tisch hinweg zu.
Später im Club schmeißt jeder abwechselnd eine Runde. Naja, fast jeder.
Unser lieber Kollege Jan trinkt zwar fleißig, hat es aber nicht einmal geschafft, den Eintritt selbst zu zahlen. „Er ist halt ein bisschen verpeilt“, kontert Carina, als ich ihr später am Abend davon berichte. Da hat sie vermutlich recht.
Irgendwann kam dann das erste Festival. Den Tank für die gemeinsame Fahrt, den Grill, die vielen Lebensmittel – die Kosten habe ich vorab übernommen, um den Gesamtbetrag später hochzurechnen und mich quasi auszahlen zu lassen.
Das Herumrechnen war schon nervig genug. Noch schlimmer war allerdings, dass von Jan einfach keine Kohle kam. Alle anderen haben mir das Geld zuverlässig und schnell überwiesen. Nur er nicht.
So langsam wurde ich echt wütend und fühlte mich mies, weil ich ihn nur ungern darauf ansprechen wollte. Ich wünschte, das könnte jemand anderes für mich übernehmen.
Kurz darauf sind wir dann alle zusammen in unserem Stammlokal essen gegangen. Noch während ich die letzte Pommes in meinen Mund schiebe, höre ich Jan kleinlaut fragen, wer ihm denn finanziell aushelfen könne, weil er „noch keine Kohle auf dem Konto habe“. Da wußte ich, es war Zeit zu handeln. 
GIF via giphy.com
„Jan, ich glaube du hast ein Problem“, leite ich ein und zähle alle Situationen aus der jüngeren Vergangenheit auf, in denen andere für ihn eingesprungen sind. Nach meiner Auflistung wirkt er ernsthaft geknickt.
Vorsichtig setzt er an:
„Leute, ich komme mir langsam schon selbst echt dumm vor. Das Ding ist einfach, dass ich‘s WIRKLICH einfach verpeile. Es ist nicht böse gemeint und ich will auch niemanden ausnutzen. Jedenfalls hab ich mich mal erkundigt, was es für Möglichkeiten gibt und wollte euch heute sowieso einen Vorschlag machen. Was haltet ihr davon, wenn wir finanzielle Angelegenheiten ab sofort mit PayPal regeln?“
Wir fragen ihn, wie genau das funktionieren soll.
„Ich habe gehört, bei PayPal gibt’s eine Möglichkeit, euch schnell das Geld zu senden, so vergesse ich es auch nicht. Dafür erstellt der, der das Geld vorgestreckt hat, einfach einen Link, zum Beispiel Paypal.me/Carina/34. Das heißt dann, man schuldet demjenigen noch 34 Euro für die vorgestreckten Festivaltickets. Dann schickt er einfach diesen Link an die anderen, die dann mit PayPal das Geld schicken. Super easy. Und super schnell."
Gesagt, getan. Seit wir unsere Ausgaben elektronisch teilen, musste ich mich nie wieder über Jan aufregen. So ist das halt in Familien: Manchmal muss ein reinigendes Gewitter einfach sein!
Und wenn ich mir diese Studie anschaue, wird mir klar, dass ich mit meinem „Jan-Problem“ nicht alleine bin:

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Foto: astarot / shutterstock.com








