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Traumjob? Deutsche Cannabis-Studie sucht professionelle Kiffer

Teilnehmer sollen das Gras legal in der Apotheke bekommen..

Quelle: Antic Milos, Kelvin Wong / shutterstock.com

Stell dir vor, du gehst ganz entspannt in die Apotheke, um dir dort rund acht Gramm Gras die Woche abzuholen. Danach rauchst du dir deine Tütchen und schreibst einmal jährlich einen Konsum-Bericht für eine Forschungsinitiative. Und das auch noch ganz legal und im Namen der Wissenschaft. 

Die Forschungsinitiative Cannabiskonsum sucht für eine Langzeitstudie momentan 25.000 Hobby-Kiffer, die in den kommenden Jahren monatlich rund 7,5 Gramm THC wegquarzen.   

Die Forscher wollen so herausfinden, wie sich Marihuana auf psychisch gesunde Menschen auswirkt. Die Probanden müssen die 30 Gramm Cannabisblüten allerdings selbst bezahlen. Der Preis ist außerdem deutlich höher als auf dem Schwarzmarkt, damit das Weed nicht direkt weiter vertickt wird. Solltest du trotzdem auf die Idee kommen und erwischt werden, führt zum sofortigen Studienausschluss.

Leider gibt’s es einen großen Haken: Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte hat den Antrag VORERST abgelehnt. Der Grund: Den Behören ist es einfach zu krass, das Kiffen für pauschal 25.000 Menschen zu legalisieren.

Dem Amt ist es lieber, jeden Studienteilnehmer für eine Ausnahmeerlaubnis einzeln zu prüfen.

Die Forschungsinitiative bringt den Antrag trotzdem weiter voran und ist zuversichtlich, dass sie noch dieses Jahr alle Kriterien erfüllen. Auf jeden Fall suchen die optimistischen Forscher sicherheitshalber weiter nach Teilnehmern: Hier geht’s zum Bewerbungsbogen.

Foto: Antic Milos, Kelvin Wong / shutterstock.com

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