Thema: Sex

Traumjob: Dieser Mann wird fürs Pornoschauen bezahlt

Wo kann man sich bewerben?

Quelle: Golubovy/Shutterstock.com

Als Kinder träumten die meisten davon, eines Tages Feuerwehrmänner, Astronauten und Tierärztinnen zu werden. Im Laufe der Jahre verändern sich die Traumjobs meistens und am Ende machen viele generell etwas ganz anderes. Doch ein Mann hat den absoluten Jackpot gezogen, denn er darf sich den ganzen Tag Pornos anschauen und wird auch noch dafür bezahlt.

Sven Lewandowski hat sicherlich einige Neider. Schließlich guckt er auf der Arbeit täglich Pornos und muss sich dafür nicht einmal verstecken. Das gehört nämlich zu seinem Job an der Uni Bielefeld. Dort erforscht er mit seinem Team die menschliche Sexualität.

Bei den Filmchen handelt es sich um private Homevideos, durch die mehr über die sexuelle Interaktion zwischen zwei Personen herausgefunden werden soll. Die findet er aber nicht willkührlich auf einschlägigen Erwachsenenseiten, sondern sucht sie gezielt über Aufrufe in Datingportalen, Sexshops und der Uni selbst. Wer sich bereiterklärt an der Studie teilzunehmen, sendet dem Forscher dann seine Videos zu, die er sich zunächst ansieht und auswertet. Im Anschluss führt Lewandowski noch mehrstündige Interviews mit den Darstellern.

GIF via giphy.com

Die Wissenschaftler nutzen Amateurpornos statt professionell produzierter Schmuddelfilmchen, da sie viel eher die Realität abbilden und die Darsteller ein anderes Verhältnis zueinander haben - ganz egal ob Paar, Sexfreundschaft oder Affäre. Ebenfalls würde es die Forschung verfälschen, wenn man Leute ins Labor einlädt, um sie beim Sex zu beobachten.

Doch so geil wie der Job auch klingt, Lewandowski ist durch die Pornos nicht erregt, schließlich hat er einen professionellen Blick auf die Sache. Außerdem werden die Videos komplett auseinandergenommen, um sie richtig zu anlaysieren. Wie er Vice mitteilt, ist man dadurch mit einem einzigen Porno schon mal zwei Wochen beschäftigt.

Wer allerdings Interesse daran hat, die Forscher zu unterstützen, kann sich hier freiwillig zur Teilnahme melden.

Foto: Golubovy/Shutterstock.com

Teile diesen Beitrag:
Kommentare
Das könnte dich auch interessieren