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Traurig: Was euch auf Festivals wichtiger ist als Musik
Handy, Handy in der Hand, wer macht das schönste Bild im ganzen Land?

Wenn der laute Bass aus der Ferne ruft und die Sonne sich durch die stylische Brille drückt, ist spätestens klar: Die Festival-Saison ist back! Doch für was geht man heutzutage eigentlich auf ein Open Air? Für die Musik? Die Menschen? Die gute Laune? Pustekuchen! Eine US-Studie fand nämlich heraus, dass wir Festivals heutzutage gar nicht mehr richtig genießen, weil die meisten von uns die ganze Zeit an ihrem Smartphone kleben.
Wer regelmäßig Festivals besucht, kennt den traurigen Anblick: Während man versucht seinen Lieblings-Act zu erhaschen, gehen zeitgleich 100 Hände mit ihrem Smartphone in die Luft und versperren einem die Sicht. Zeit, diesen Zustand mal etwas genauer zu untersuchen, so wie das amerikanische Ticketunternehmen Ticketfly.
Das Ergebnis: Erschreckend und traurig zugleich. Jeder Dritte zwischen 18 und 34 Jahre soll sich demnach mehr als die Hälfte der Zeit auf einem Festival mit dem Smartphone beschäftigen. Dabei werden nicht nur Fotos geschossen und Videos gedreht, die Inhalte werden auch umgehend in den sozialen Netzwerken gepostet und die Reaktionen live verfolgt.
Und wie schaut die Verteilung aus? Satte 40 Prozent der weiblichen Befragten Festivalbesucher gaben an, ihr Smartphone auf Festivals benutzen. Bei den Männern waren es hingegen gerade einmal 24 Prozent. Besonders überraschend dabei ist, dass Festivalbesucher ab 35 Jahren stark dazu neigen ihre Aufnahmen bei Facebook und Co. zu teilen.
Doch es gibt noch eine Zahl, die viel erschreckender ist: Laut Ticketfly sollen rund Fünf Prozent der Gäste auf Festivals während der gesamten Eventdauer dan ihrem Smartphone kleben. Musik und Erlebnis sind bei ihnen Fehlanzeige. Da bleibt nur zu hoffen, dass sich nach dem Handyverbot in Clubs bald das Handyverbot auf Festivals durchsetzt.
Foto: Excited music fans up the front at a music festival via Shutterstock








