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Trentemøller ? The Last Resort

Mit The Last Resort bringt der Däne Anders Trentemøller sein erstes Album heraus.

Ein erster Vorgeschmack auf das neue Trentemøller Album „The Last Resort“. Die Promoversion der Single „Evil Dub“ in visueller Form.

 

 
CD Tracklisting:
 

1 - Take Me Into Your Skin

2 - Vamp

3 - Evil Dub

4 - Always Something Better

5 - While The Cold Winter Waiting

6 - Nightwalker

7 - Like Two Strangers

8 - The Very Last Resort

9 - Snowflake

10 - Chameleon

11 - Into The Trees (Serenetti Part 3)

12 - Moan

13 - Miss You

 
Bonus-CD (Limited Edition):

1 - Always Something Better feat. Richard Davis
2 - Moan feat. Ane Trolle

3 - Physical Fraction

4 - Polar Shift

5 - Chameleon

6 - Sunstroke

7 - Always Somehting Better - Trentemøller Remix

8 - Nam Nam

9 - Killer Kat

10 - Rykketid

11 - Prana

 

Trentemøller präsentiert ein wunderschönes, eher ruhiges, melodiöses Kunstwerk aus dreizehn ineinander fließenden Songs. Für zwei Stücke hat sich Trentemøller Gastsänger eingeladen: das junge dänische Talent Ane Trolle sowie Kitty-Yo Mann Richard Davis. Allerdings sind „Always Something Better“ mit dem Gesang von Davis und „Moan“ mit dem Gesang der Kopenhagenerin Ane Trolle nur auf der zweiten CD, der limitierten Erstauflage untergebracht.

„Als ich mir die Songs in der endgültigen Reihenfolge anhörte, fühlte es sich so an wie der Soundtrack zu einem Film, der vor mir ablief. Für mich war es wichtig, die Musik alleine die Geschichte erzählen zu lassen. Die Gesangsstücke hätten wahrscheinlich das ganze Feeling des Soundbildes durcheinander gebracht.“

Ein weiterer unerwarteter Aspekt des Albums sind die vielen handgespielten Instrumente. Während Trentemøller selbst Gitarre, Bass, Celesta, Glockenspiel und Melodika einspielt, stammen weitere Beiträge von den Gastmusikern Henrik Vibskov, Mikael Simpson, Arnaud Donez und seinem Live-Act Kumpel Dj T.O.M. alias Thomas Bertelsen.

Überraschend mag es schon sein, dass Trentemøller auf „The Last Resort“ vom Dancefloor abrückt und stattdessen ein introspektives Album vorlegt, das sich besonders gut zum „Homelistening“ eignet. Jedoch wissen wir seit seiner ersten Veröffentlichung auf dem amerikanischen Naked Label („EP“ von 2003), dass der junge Produzent großartige Melodien und Akkordfolgen mit subtilen, aber auch treibenden Beats vereinen kann.

The Last Resort - Homelistening für die Sinne
Das Schaffen eines Albums, das Schaffen guter Musik ist wie ein Kampf. Diesen Kampf hat Trentemøller über einen sehr langen Zeitraum gekämpft. Die meisten Songs entstanden im Laufe des vergangenen Jahres zwischen den Aufnahmesessions für seine 12-Inches und Remixes. „The Last Resort“ offenbart eine regelrechte Hingabe des Musikers zu seinem Tun, die ihresgleichen sucht. Das Album gibt Einblicke in das Wesen des Künstlers, gibt Einblicke in den Schaffensreichtum, und in das Wesen unserer selbst.
„Es reflektiert mein Leben, meine Gedanken, meine Bedürfnisse, meine Unsicherheit, meine Sehnsüchte. Und es war eine Herausforderung, diese Gefühle ohne Worte, sondern nur durch die Musik auszudrücken.“
Der Weg eines begnadeten Produzenten
Damals erschien seine erste Single „EP“ auf Naked Music“, gefolgt von „Beta Boy“ und „Kink“. Die Mehrheit der Szene wurde erst durch die „Physical Fraction“ EP auf den Künstler Trentemøller aufmerksam, dessen Release 2005 auf dem von Steve Bug gegründeten Audiomatique Label für mächtig Furore sorgte. Nach der ersten Begegnung mit dem Track auf dem Dancefloor, erstaunte die unglaublich massive und wuchtige Bassline, die mit eingebauter Acid-Hook regelrecht unter die Haut krabbelte. Einer Zecke gleich biss die Scheibe sich fest, und lässt bis heute niemanden los.
Ähnliches Erlebnis bei „Polar Shift“ und „Sunstroke“: Die ersten beiden Tracks für Poker Flat sind schwer in Worte zu fassen, fesseln sie doch die Gedanken des Hörers, bauen eine Welt auf und nehmen den Rezipienten mit auf eine Reise durch eine fremde und doch so bekannte Sphäre. Weitere erfolgreiche Veröffentlichungen und zahlreiche Remixe für u.a. Röyksopps „What Else Is There“ oder The Knifes „We Share Our Mothers' Health“ folgten, selbst Robbie Williams aktuellem Chartbreaker „Rudebox“ hat er das passende Gewand verpasst. Da sollte der Gedanke an die Konzipierung eines Albums nicht mehr weit sein. Und tatsächlich: Mit Beginn des Herbst kommt Trentemøller mit seiner ersten LP daher, allerdings anders als von vielen erwartet. Trentemøller verzichtet auf Vorschusslorbeeren und bricht aus. „The Last Resort“ zeigt die ruhige Seite des jungen Dänen und stellt eine produzententechnische Meisterleistung dar. Trentemøller kann sich mit heutigem Stand zu einem der innovativsten Minimalrave-Produzenten unseres Kosmos zählen. Von Legende oder Kultfigur ist an dieser Stelle nicht die Rede, schließlich begann die Wahrnehmung von Trentemøllers anspruchsvollen minimalen Elementen, gepaart mit derbster Rave-Attitüde, erst vor gut drei Jahren.

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