Themen: Fisch, Krass, Geruch, Krankheit

Übel: Dieses Mädel stinkt permanent nach verwesendem Fisch

Und sie kann nichts dagegen tun!

Quelle: sashafolly / shutterstock.com

Kelly Fidoe-White kann einem nur leidtun: Die 36-Jährige leidet schon ihr Leben lang an der schrecklichen Krankheit Trimethylaminurie, besser bekannt als „Fischgeruch-Syndrom“.

Menschen mit dieser Stoffwechselerkrankung müffeln aus allen Körperöffnungen permanent nach verwesendem Fisch, Zwiebeln oder Fäkalien. Das fiese Aroma wird über Atem, Schweiß, Urin und bei Frauen über das Vaginalsekret abgesondert. Und zwar ohne dass Betroffene irgendetwas dafür können.

Die arme Kelly ist schon als Kind extrem ausgegrenzt und gemobbt worden, weil ihre Klassenkameraden sich vor ihr ekelten. Und auch im Erwachsenenalter ist es nicht besser geworden: Die Engländerin muss in ihrem Job im Krankenhaus seit Neuestem die Nachtschichten übernehmen, weil ihre Kollegen den Geruch nicht ertragen können. Dabei hat sie sozusagen noch Glück im Unglück, weil sie "nur“ nach zwiebligem Fisch riecht.

Besonders tragisch ist, dass diese Krankheit nicht heilbar ist. Patienten können den bestialischen Gestank nur über eine spezielle Ernährung und Antibiotika regulieren – aber ganz verschwinden wird der Geruch nie.

Das liegt an einem Gendefekt, der dafür sorgt, dass Fischgeruch-Patienten ein Enzym fehlt, welches Trimethylamid abbaut. 

Kelly duschte sich vor ihrer Diagnose deshalb zweimal am Tag und sprühte sich immer gleich eine ganze Flasche Deo auf den Körper, um den Mief zu übertünchen. Aber das war alles umsonst.

Das britische TV-Format Barcroft begleitete die 36-Jährige, im Laufe der Dreharbeiten schüttete sie den Redakteuren ihr Herz aus:

„Neben dem Gestank kommen ja noch andere Symptome dazu. Zum Beispiel die Begleiterscheinungen wie die totale Isolation von der Außenwelt oder Angstzustände.“

Das ist echt bitter. Unglücklicherweise ist Kelly auch noch geruchsblind und kann nicht einschätzen, wann sie besonders grausam riecht.

Doch nicht alles in ihrem Leben ist dramatisch: Die Engländerin hat schon vor 16 Jahren ihre große Liebe gefunden, die sich von ihrem Gestank nicht beeindrucken lässt. Ihr Freund ist der Meinung, dass er ihr am besten helfen kann, indem er sie einfach immer unterstützt. Das klingt nach einem echten Glückstreffer.

Foto: sashafolly / shutterstock.com

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