Ups: Hacker löschen Despacito auf YouTube
Damit haben sie sicher einigen einen Gefallen getan.
Mega-Webseiten wie YouTube sollten doch vor Hacker-Angriffen geschützt sein, oder? Falsch gedacht. Gestern hackten sich Unbefugte in das System der Videoplattform ein und starteten eine Löschorgie.
Am 10. April ist das scheinbar Unmögliche wahr geworden: Hacker haben sich Zugang zu YouTube verschafft und Mega-Stars, wie Shakira, Post Malone und Taylor Swift einen ziemlich üblen Streich gespielt. Die Hacker, die sich selbst Kuroi’SH und Prosox nennen, haben nicht nur die Namen der Songs von berühmten Künstlern geändert sondern auch die Thumbnails der Videos, die Männer mit Masken und Waffen aus der Netflix Show „Das Haus des Geldes“ zeigten.
Doch dabei haben sie es nicht belassen. Auch der Sommerhit „Despacito“ von Luis Fonsi ft. Daddy Yankee fiel den Hackern zum Opfer - und damit war das mit fünf Milliarden Views meistgeklickte Video einfach futsch!
#Hackers took down the most watched #youtube #video of all-time for several hours #vevo #YouTubeHacked https://t.co/SiKRRUW2st pic.twitter.com/qT5WEXZwdP
— Christopher Kardas ⚡ (@Chris_Kardas) 10. April 2018
„Nachdem ungewöhnliche Upload-Aktivitäten auf dem VEVO-Channel festgestellt wurden, haben wir uns schnell mit unseren Partnern zusammengeschlossen um den Angriff zu stoppen und den Vorfall zu untersuchen“, sagt die Sprecherin von YouTube gegenüber der BBC.
„Wir arbeiten daran alle betroffen Videos und unseren Videokatalog wiederherzustellen. Wir versuchen weiter die Lücke in unserem System zu finden“, fügt VEVO hinzu.
Ein Twitter-Account, der denselben Namen wie einer der Hacker trägt, begleitete die ganze Aktion mit Tweets und machte sich über YouTube und seine Sicherheitsstufe lustig.
@YouTube Its just for fun i just use script "youtube-change-title-video" and i write "hacked" don t judge me i love youtube <3
— Prosox (@ProsoxW3b) 10. April 2018
Mittlerweile ist „Despacito“ wiederhergestellt worden und auch die anderen Videos wurden in ihren ursprünglichen Zustand gebracht. Welche Auswirkungen diese Aktion auf YouTube haben wird, bleibt abzuwarten.
Foto: Gorodenkoff/Shutterstock