Themen: Mutter, twitter, Krass

Vergewaltigungsdrohungen mit schmerzhaften Folgen

Diese Cybermobbing-Attacken gingen nach hinten los.

Ganz besonders Jugendliche nutzen den Schutz der vermeintlichen Anonymität des Internet aus, um andere über soziale Netzwerke zu bedrohen. Dass das aber ganz schön nach hinten losgehen kann, bewies Alanah Pearce aus Australien. Ihr drohten minderjährige Jungen eine Vergewaltigung an. Doch anstatt zur Polizei zu gehen, wählte Alanah einen viel schmerzhafteren Weg: Sie verpetzte die Täter an ihre Mütter. Was dann geschah, war nicht abzusehen.

Jeder dritte Jugendliche zwischen 13 und 20 Jahren wurde bereits auf sozialen Netzwerken gemobbt. Das ergab eine Forsa-Umfrage aus dem Jahr 2013. Die Dunkelziffer dürfte allerdings weitaus höher sein, da Cybermobbing gerne unter den Tisch gekehrt wird, obwohl es strafrechtlich verfolgt werden kann. Ganz besonders oft stehen Personen des öffentlichen Lebens im Fokus von Mobbingattacken. So wie die 21-jährige Alanah Pearce aus Australien.

Alanah arbeitet als Gaming-Journalist im australischen Brisbane. Sie arbeitet für verschiedene Radiosender der Region und besitzt einen eigenen Youtube-Kanal mit rund 40.000 Abonnenten. Doch scheinbar hat die junge Frau neben Fans auch zahlreiche Feinde. Immer wieder erhält sie über Facebook Drohungen und Hassnachrichten. Ganz besonders kleine Jungs scheinen es auf Alanah abgesehen zu haben und schickten ihr immer wieder Vergewaltigungsdrohungen. Scheinbar glaubten sie, dass sie dafür sowieso niemand bestrafen kann. Doch jetzt drehte Alanah den Spieß um. Als ihr erneut ein Junge „Wenn ich dich jemals sehe, werde ich dich vergewaltigen, Schlampe“ auf die Pinnwand schrieb, wollte sie ihn da treffen, wo es richtig weh tut.

Aus diesem Grund löschte sie die Nachricht nicht einfach, sondern informierte die Mutter des Jungen darüber, was ihr Sprössling im Netz so treibt. Die Antwort der eindeutig verärgerten Mutter postete Alanah auf Twitter und erntete dafür 19.000 Retweets und 32.000 Favorisierungen:

„Sie hat eigentlich genauso reagiert, wie ich es mir erhofft hatte“, so Alanah in einem Interview mit der Daily Mail. „Dass sie ihn einen kleinen Scheißer nannte, fand ich lustig. Ich dachte genau das Gleiche, konnte es aber nicht aussprechen“, so Alanah weiter. Auch bei den anderen Jungs, die bisher meinten, dass sie der 21-Jährigen über Facebook drohen müssen, informierte sie die Mütter. Von den anderen hielt es aber bisher noch keine für nötig ihr zu antworten.

Foto: Screenshot Alanah Pearce via Twitter

Teile diesen Beitrag:
Kommentare
Das könnte dich auch interessieren